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Schwellungen am Scheideneingang

Schwellungen am Scheideneingang

Haben Sie bei sich eine Schwellung am Scheideneingang entdeckt? Falls ja, sind Sie nicht alleine, denn viele Frauen sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Die Ursachen hierfür sind ganz unterschiedlich. Zwar können auch bösartige Veränderungen für Schwellungen verantwortlich sein. Viel häufiger stecken jedoch andere, deutlich harmlosere Ursachen wie Entzündungen dahinter. Doch auch diese sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn Entzündungen können sich im Körper ausbreiten und in einigen Fällen sogar ansteckend sein.

Symptome und Ursachen

Wie sich die Schwellung am Scheideneingang bemerkbar macht, hängt von ihrem Auslöser ab. Neben Entzündungen und Infektionen, kommen verschiedene gut- und bösartige Veränderungen des Gewebes infrage.

Schwellungen aufgrund von Infektionen mit Pilzen, Parasiten oder Viren

An den Schamlippen und der Scheide können auch andere Erreger wie Pilze, Parasiten und Viren Entzündungen hervorrufen, die sich in Form einer Schwellung am Scheideneingang bemerkbar machen. Sie zeigen sich – je nach Ursache – durch heiße und gerötete Stellen oder auch stark juckende Beulen. Bei allen Entzündungen kann es mit zunehmender Krankheitsdauer zu weiteren Symptomen wie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder beim Wasserlassen und zu einem Anschwellen der benachbarten Lymphknoten kommen.

Durch Scheidenpilz hervorgerufene Schwellungen werden mit einer speziellen Salbe behandelt. Dieses Antimykotikum wirkt antimikrobiell und bekämpft verschiedene Pilzstämme effektiv.

Andere Ursachen für Schwellungen am Scheideneingang

Gutartige Veränderungen

Zu den gutartigen Veränderungen, die eine Schwellung des Scheideneingangs hervorrufen können, zählen Kondylome und Papillome. Hierbei handelt es sich um gutartige Geschwülste, die zum Teil durch das humane Papillomavirus (HPV) hervorgerufen werden. Sie zeigen sich in Gebilden, die die Form eines Blumenkohls oder einer Warze annehmen können.

Bösartige Veränderungen

Eher selten sind bösartige Veränderungen wie der Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom). Dieser kann ebenfalls Schwellungen hervorrufen, die von Juckreiz und Schmerzen begleitet sind. Häufig zeigen sich bösartige Tumore durch dunkle Hautverfärbungen und/oder eine weißlich verfärbte Schleimhaut.

Schwellungen der Scheide vorbeugen

Vielen durch Bakterien, Parasiten oder Viren hervorgerufenen Schwellungen können Sie durch entsprechendes Verhalten vorbeugen. Oberstes Gebot ist die Hygiene. Denn viele Entzündungen entstehen durch Darmbakterien, die versehentlich mit der Vagina in Kontakt kommen. Achten Sie deshalb bei der täglichen Pflege besonders darauf, dass Sie nicht mit einem Waschlappen, den Sie für andere Körperregionen benutzt haben, versehentlich auch Ihre Scheide waschen.

Darüber hinaus sollten Sie vor dem Geschlechtsverkehr bei sich selbst und Ihrem Partner Wert auf eine gründliche Intimhygiene legen. Leidet Ihr Partner unter Juckreiz im Genitalbereich oder unter Schwellungen, verwenden Sie unbedingt ein Verhütungsmittel wie ein Kondom, das vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt. Oder verzichten Sie auf Sex, bis die Ursache für die Probleme abgeklärt ist.

Gleichzeitig sollte eine regelmäßige Vorsorge beim Gynäkologen erfolgen. Er kann Veränderungen frühzeitig erkennen und eine Behandlung einleiten.

Was Sie selbst gegen Schwellungen der Scheide tun können

Bei Schwellungen gleich welcher Ursache sollten Sie auf eine verstärkte Intimhygiene achten. Reinigen Sie die betroffene Stelle mehrmals am Tag und vermeiden Sie, dass zu enge Kleidung an der Haut scheuert. Besonders zu enge Slips können die Stelle reizen und unangenehm sein. Verzichten Sie möglichst auf die Intimrasur, da diese die Haut nur zusätzlich reizen würde.

Viele Frauen empfinden ein Sitzbad als wohltuend. Badezusätze mit antibakteriellen und desinfizierenden Inhaltsstoffen beruhigen die Haut und sorgen dafür, dass sich Entzündungen zurückbilden oder zumindest nicht weiter ausbreiten.

Fazit: Schwellung am Scheideneingang nicht zu lange beobachten

Die Ursachen für Schwellungen am Scheideneingang sind vielfältig. Für eine wirksame Behandlung ist es jedoch von Bedeutung, den genauen Auslöser für die Probleme zu ermitteln. Nur so lässt sich die Ursache zielgerichtet bekämpfen. Durch Bakterien oder Viren hervorgerufene Schwellungen oder bösartige Veränderungen sprechen meist nicht auf Hausmittel an. Abwarten würde die Situation nur noch schlimmer machen. Deshalb sollten Sie bei Auffälligkeiten immer möglichst schnell Ihren Gynäkologen aufsuchen. Er kann Ihnen Ratschläge geben, wie Sie das zugrundeliegende Problem effektiv bekämpfen.

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2018-08-13T08:37:25+00:00