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Scheidenpilz Zäpfchen – Was tun sie und wie helfen sie?

Eine Infektion der Scheide ist ärgerlich und stört das allgemeine Wohlbefinden. Sie bemerken die Problematik meist durch verstärkten Ausfluss von krümeliger Konsistenz und Juckreiz. In der Apotheke gibt es verschiedene Zäpfchen, die laut Herstellerangaben gegen Scheidenpilz helfen und Sie dabei unterstützen, die Infektion in den Griff zu bekommen. Ob und in welchem Umfang Scheidenpilz Zäpfchen helfen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Vaginalzäpfchen liegt auf zwei Fingern

Können Zäpfchen wirklich gegen Scheidenpilz helfen?

Bei einer Pilzinfektion in der Scheide sollten Sie keinesfalls länger als drei Tage ohne ärztlichen Rat behandeln. Das Risiko einer Ausbreitung der Infektion auf die Gebärmutter und Ihre Eierstöcke ist enorm. Unbehandelt oder falsch behandelt kann Scheidenpilz Impotenz hervorrufen und sowohl Sie, als auch Ihren Partner in Gefahr bringen. Die Behandlung mit Zäpfchen ist bei einer leichten Hefepilzinfektion möglich und kann durchaus helfen. Wichtig ist, dass Sie Ihren Körper im Zeitraum der Behandlung akribisch beobachten und die Therapie sofort abbrechen, wenn sich eines der Symptome verstärkt oder starker Ausfluss auftritt. Auch bei Unterleibsschmerzen oder einem ungewöhnlichen Geruch in Verbindung mit Ausfluss kann nur ein Gynäkologe helfen, da die Klärung der Ursache notwendig und für die Behandlung essentiell ist.

Eignen sich Scheidenpilz Zäpfchen zur Behandlung während der Periode?

Im Zeitraum der Menstruation ist eine Behandlung mit Scheidenpilzzäpfchen nicht ohne Weiteres möglich. Durch die Periode gelangen die Wirkstoffe direkt wieder nach außen und können nicht dort helfen, wo sie sich eigentlich entfalten und die Ausbreitung der Pilzsporen verhindern sollten. Auch wenn vor einem Besuch beim Frauenarzt innerhalb der Periode hadern, sollten Sie diese Möglichkeit vorziehen und sich nicht selbst behandeln. Bedenken Sie, dass Ihr Unterleib während der Menstruation besonders entzündungsgefährdet ist. Einen Scheidenpilz dürfen Sie nicht unterschätzen oder als harmlos einstufen. Es handelt sich um eine behandlungsbedürftige Erkrankung mit dem Risiko einer Ausbreitung auf Ihren gesamten Unterleib und die inneren Organe im Bauchraum. Durch die Blutung gelangen die Zäpfchen direkt nach dem Einführen wieder nach Außen, so dass eine derartige Behandlung in diesem Zeitraum keinen großen Erfolg verspricht.

Wie lange darf mit Zäpfchen ohne medizinische Diagnostik behandelt werden?

Gynäkologen raten zu einer ohne ärztlichen Rat erfolgenden Behandlung, wenn der Scheidenpilz innerhalb von drei Tagen abgeklungen ist. Sollten sich die Symptome verstärken, sollten Schmerzen hinzukommen oder sollte der Ausfluss unangenehm riechen, warten Sie mit dem Arztbesuch nicht länger. Frei verkäufliche Scheidenzäpfchen mit antimykotischer Wirkung können bei einer Infektion mit Candida Pilzen bereits helfen.

Bei anderen Pilzarten sind die meisten Zäpfchen gegen Scheidenpilz aufgrund ihrer geringen Dosierung oft wirkungslos. Wichtig: Wenn Sie unter Scheidenpilz leiden, sollten Sie nicht nur mit Zäpfchen, sondern auch mit antimykotischen Cremes am Scheideneingang behandeln. Auch hier gilt die Richtlinie von drei Tagen, nach denen Sie bei ausbleibender Besserung einen Arzt aufsuchen und die Pilzart bestimmen lassen sollten.

Woher wissen Sie, dass Sie unter Scheidenpilz leiden?

Im Anfangsstadium erscheint der Scheidenpilz meist ohne eindeutige Begleitsymptome. Ein leichtes Jucken oder Brennen ist allerdings ein Indiz, das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Hinweis auf eine Pilzinfektion der Scheide ist. Wenn Sie eine derartige Irritation spüren, sollten Sie handeln und die Behandlung nicht auf die lange Bank schieben. Der Besuch beim Gynäkologen schafft Sicherheit, da auch andere Erkrankungen mit Jucken und Brennen einhergehen können. Sind Sie sich aufgrund der Umstände sicher, dass Sie sich mit Scheidenpilz infiziert haben können, ist eine kurzfristige Behandlung mit einer antimykotischen Creme im Außenbereich und mit Zäpfchen im Scheideneingang möglich. Absehen sollten Sie von einer Selbstmedikation, wenn Sie bereits unter einer Erkrankung der Gebärmutter leiden oder wenn zum Jucken und Brennen ein starker Schmerz in Ihrem Unterbauch kommt. In diesem Fall kann die Pilzinfektion auf die Gebärmutter übergegriffen haben und bedarf einer Diagnostik, mit der der Pilz bestimmt und eine spezielle Behandlung eingeleitet wird.

Welche Ursachen begünstigen Scheidenpilz?

Pilzinfektionen entwickeln sich im feuchtwarmen Klima und bei unpassenden hygienischen Bedingungen. Im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Vermutung muss Scheidenpilz nicht zwangsläufig durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Die meisten Patienten infizieren sich in der Sauna, im Schwimmbad oder im Solarium. Dennoch sollten Sie nicht außer Acht lassen, dass es sich bei Scheidenpilz um eine sexuell übertragbare und damit um eine für Ihren Partner riskante Erkrankung handelt. Wenn Sie die kleinsten Anzeichen auf eine Pilzinfektion Ihrer Scheide feststellen, verzichten Sie auf Geschlechtsverkehr und achten auf peinlichste Hygiene. Aber auch übertriebene Hygiene, so zum Beispiel häufige Scheidenspülungen oder die Intimwäsche mit konventioneller Seife kann eine Scheidenpilzinfektion begünstigen. Sie zerstören das natürliche Milieu der Schleimhaut und ebnen den Weg für Pilzsporen, die sich einnisten und zu unangenehmen Folgen führen.

Wann sollte auf Zäpfchen verzichtet und gleich ein Gynäkologe aufgesucht werden?

Bei starkem Ausfluss, bei Schmerzen im Genitalbereich oder bei Eierstock- und Gebärmutterschmerzen sollten Sie direkt zum Arzt gehen. Denn diese Symptome treten nicht nur bei Scheidenpilz auf, sondern können auch ein Symptom für eine Entzündung im Unterleib sein. Um die Unfruchtbarkeit oder eine Vereiterung im Unterbauch zu vermeiden, sollten Sie keinesfalls zur Selbstmedikation greifen. Nur wenn Sie sicher sind, dass es Scheidenpilz ist, können Sie zum Beispiel mit Zäpfchen selbst behandeln.



  • https://www.gesundheitsinformation.de/was-hilft-gegen-eine-pilzinfektion-der-scheide.3368.de.html?part=behandlung-tf
  • https://www.oekotest.de/gesundheit-medikamente/Mittel-gegen-Scheidenpilz-im-Test-Diese-Medikamente-helfen_10705_1.html
  • https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/scheidenpilz/therapie-behandlung/

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2020-04-20T11:30:32+00:00