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Scheidenpilz – Wann sollte ich zum Arzt?

Bei einem Scheidenpilz handelt es sich um eine gynäkologische Erkrankung, die nicht zwingend von einem Arzt betreut werden muss. Eine leichte Ausprägung der Symptome können Sie sehr gut selbst behandeln. Die entsprechenden Medikamente sind frei verkäuflich und sehr wirksam. Nur wenn Sie unsicher sind, wenn Sie mit dieser Erkrankung noch nie zu tun hatten oder wenn der Scheidenpilz sehr stark ausgeprägt ist, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn die Medikamente nicht helfen. In diesem Fall kann vielleicht eine andere Ursache hinter der Erkrankung stecken.

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Inhaltsverzeichnis:

Wann ein Arztbesuch bei Scheidenpilz unbedingt erforderlich ist

Eine leichte Symptomatik mit Juckreiz und geröteter Haut kann durch den Kauf einer verschreibungsfreien Salbe bzw. Scheidenpilz Creme selbst behandelt werden. In diesem Fall informieren Sie sich mithilfe des Beipackzettels und nehmen die Anwendung wie beschrieben vor. In der Apotheke bekommen Sie eine diskrete und professionelle Beratung, welche Scheidenpilz Creme in ihrer Wirkungsweise für Sie die richtige Wahl ist.

Wenn das Jucken oder Brennen sehr stark ist oder wenn Sie eine große Untersicherheit verspüren, ist jedoch ein Besuch beim Frauenarzt (Gynäkologen) empfehlenswert. Dies gilt auch dann, wenn Sie keine Erfahrungen mit dem Scheidenpilz haben, weil dieser zuvor noch nie aufgetreten ist. Sie können sich vom Arzt über die verschiedenen Behandlungsmethoden beraten lassen und zu möglichen Salben informieren.
Unbedingt erforderlich ist ein Arztbesuch dann, wenn die Beschwerden nach der Eigenbehandlung mit einer Salbe nicht aufhören. In diesem Fall muss herausgefunden werden, ob wirklich ein Pilz hinter dem Symptomen steckt oder ob vielleicht Bakterien die Entzündung verursacht haben. In diesem Fall wird die Scheidenpilz Creme wahrscheinlich nicht helfen. Auch wenn die Haut sehr stark entzündet ist, wenn sie blutet oder offene Stellen bildet, ist ein Arztbesuch dringend empfehlenswert. In diesem Fall gelten Sie als Akutpatient und müssen bei Ihrem Frauenarzt in der Regel nicht auf einen Termin warten.

Die Untersuchung eines Scheidenpilzes

Die Untersuchung eines Scheidenpilzes bzw. bei Verdacht darauf, führt der Gynäkologe durch. Er wird die betroffene Region untersuchen und einen Abstrich machen. Dieser wird im Labor untersucht und gibt Aufschluss darüber, welcher Pilz für die Entzündung verantwortlich ist. Dieses Wissen kann helfen, um die Symptome mit der Wahl des richtigen Medikaments schnell zu lindern.

Tipp: Grundsätzlich können Sie auch Ihren Hausarzt als Ansprechpartner wählen, beispielsweise als Urlaubsvertretung des Gynäkologen. Dieser kann Ihnen beispielsweise eine verschreibungspflichtige Salbe verordnen, mit der Sie die Symptomatik recht schnell in den Griff bekommen können. Sie sollten jedoch berücksichtigen, dass der Hausarzt nur eingeschränkte Möglichkeiten bei der Untersuchung eines Scheidenpilzes hat oder dabei einen Abstrich zu nehmen.

Wann muss der Partner zum Arzt?

Obwohl der Scheidenpilz zunächst eine gynäkologische Erkrankung ist, kann sich beispielsweise durch ungeschützten Geschlechtsverkehr auch der Mann anstecken. Die Ärzte sprechen in diesem Fall von einem Penispilz bzw. einer Penisinfektion. Eine Behandlung durch den Arzt ist nicht zwingend notwendig, kann unter Umständen aber empfehlenswert sein.

Gerade wenn die Frau sich immer wieder mit Scheidenpilz infiziert, ist die Behandlung beider Partner sinnvoll. Eventuell sind auf dem Penis Erreger des Pilzes vorhanden, ohne dass der Mann selbst Symptome einer Infektion zeigt. Durch den ungeschützten Geschlechtsverkehr gelangen diese schließlich immer wieder in die Scheide der Frau und lösen hier einen neuen Scheidenpilz aus.

Leidet der Partner also selbst an den Symptomen einer Infektion bzw. infiziert sich die Frau immer wieder aufs Neue, ist eine Behandlung durch den Arzt sinnvoll. Die Untersuchung des Mannes erfolgt beim Urologen ähnlich wie bei der Frau durch eine Begutachtung und durch einen Abstrich, um herauszufinden, welche Sporen für die Symptomatik verantwortlich sind.

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2018-07-30T10:53:59+00:00