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Scheidenpilz vorbeugen – das sollten Sie wissen

Beim Scheidenpilz ist es wie bei jeder anderen Erkrankung auch – ganz gleich, ob Sie gesund leben und auf die tägliche Hygiene achten – urplötzlich ist die Infektion da. Im Folgenden erfahren Sie nicht nur, worum es sich bei einer Scheidenpilzinfektion eigentlich handelt und welche Symptome mit der Erkrankung einhergehen, sondern auch, wie Sie einer Scheidenpilzinfektion vorbeugen können.

Haben Sie sich mit einem Scheidenpilz infiziert, wird dies in der Medizin fachlich korrekt als Vaginalmykose bezeichnet. Obschon es sich in der Regel um eine harmlose Erkrankung handelt, kann ein Scheidenpilz recht unangenehm sein. Ursache einer Vaginalmykose sind Hefepilze, meist handelt es sich hierbei um den Pilz “Candida albicans“.

Scheidenpilz vorbeugen

Scheidenpilz vorbeugen: Diese Maßnahmen können helfen

Grundsätzlich kann durch die richtige Hygiene der Intimregion sowie weitere spezifische Maßnahmen eine Vaginalmykose vielfach vermieden werden. Diesbezüglich sollten Sie wissen, dass es sich bei der Vagina um ein selbstreinigendes Organ handelt. Aus diesem Grund ist die tägliche Körperpflege absolut ausreichend. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Anders als oftmals vermutet, entsteht eine Pilzinfektion in der Regel nicht durch zu wenig, sondern zu viel Hygiene. Die Reinigung des Intimbereichs mit parfümierten Waschlotionen oder „scharfen” Seifen kann also kontraproduktiv sein.

Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll?

Im Allgemeinen kann ein Scheidenpilz problemlos mit Arzneien, die den Wirkstoff Clotrimazol beinhalten, behandelt werden. Derartige Medikamente erhalten Sie ohne Rezept in der Apotheke. Allerdings kann es in bestimmten Fällen sinnvoll sein, einen Arzt zu konsultieren. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

  • Sie leiden das erste Mal an einer Scheidenpilzinfektion.
  • Sie erkranken häufiger als vier Mal pro Jahr an einer Vaginalmykose und Ihre letzte Infektion liegt weniger als acht Wochen zurück.
  • Sie sind unter 12 Jahre alt.
  • Sie leiden zudem an Erbrechen, Übelkeit, Schüttelfrost und Fieber.
  • Sie stellen einen ungewöhnlich starken, übel bis fischig riechenden Ausfluss fest.
  • Sie haben Schmerzen in Unterleib oder Bauch.
  • Sie haben im Rahmen einer vorherigen Behandlung auf ein Medikament zur Bekämpfung des Scheidenpilzes allergisch reagiert.

Auch wenn die Behandlung einer Vaginalmykose heutzutage problemlos mit spezifischen Präparaten aus der Apotheke erfolgen kann, gilt auch hier: Vorsorge ist besser als Heilen! Sollten Sie bereits einmal unter einem Scheidenpilz gelitten haben, möchten Sie einer erneuten Infektion deshalb sicher vorbeugen.

Sinnvolle Tipps im Überblick, um einer Scheidenpilzinfektion vorzubeugen

  • Reinigen Sie Ihre Scheide lediglich mit Wasser.
  • Nach dem Toilettengang sollte das Abwischen von vorne nach hinten erfolgen.
  • Tragen Sie luftdurchlässige, beispielsweise aus Baumwolle bestehende, Unterwäsche.
  • Verwenden Sie ausschließlich Slipeinlagen, die luftdurchlässig sind und keine desinfizierenden Substanzen oder Parfum enthalten.
  • Wechseln Sie nasse Bikinihöschen oder verschwitzte Slips so rasch wie möglich.
  • Waschen Sie nach einer ausgestandenen Pilzinfektion Handtücher und Wäsche heiß.
  • Unterstützen Sie den Aufbau des Scheidenmilieus durch Milchsäurebakterien aus der Apotheke.

Achtung: Diabetiker sollten Ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren

Sind Sie Diabetikerin und sollten Sie häufig unter Vaginalmykose leiden, sollten Sie Ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren. Obschon dies grundsätzlich wichtig ist, hat es eine besondere Relevanz bei einer Scheidenpilzinfektion: So dient den Pilzen ein erhöhter Blutzuckerspiegel als Nahrung, wodurch wiederum eine bessere Vermehrung bedingt wird.

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2018-11-21T09:11:15+00:00