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Scheidenpilz nach der Geburt

Pilze, zu denen Candida albicans gehört und andere Mikroorganismen sind Bestandteil der normalen Flora auf Haut und Schleimhaut. Befindet sich alles im Gleichgewicht, löst Candida albicans keine weiteren Beschwerden aus. Die Pilze werden vom Immunsystem und den Milchsäurebakterien in der Scheide in Schach gehalten. Gerät das Gleichgewicht jedoch aus dem Takt, kann sich ein Scheidenpilz ausbreiten. Da eine Schwangerschaft durch eine veränderte Konzentration an Hormonen gekennzeichnet ist, kann sich auch ein eventueller Scheidenpilz leichter ausbreiten. Hier erfahren Sie, wie Sie diesen feststellen können, wie sich der Scheidenpilz nach der Geburt behandeln lässt und was Sie vorbeugend unternehmen können.

Baby in der Decke

Scheidenpilz während der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt im Körper der künftigen Mutter. Damit kann das Wachstum der Hefepilze begünstigt werden. Bei gut einem Drittel der Schwangeren breiten sich im Genitalbereich Hefepilze aus. Wird das Kind vaginal entbunden, können die Pilze dabei auf die Haut des Babys und über den Mund auch in den kleinen Körper gelangen. Außerdem kann eine Scheidenpilzinfektion in der Schwangerschaft durchaus zu einer Frühgeburt führen. Daher empfehlen Gynäkologen in der Schwangerschaft eine Pilzprophylaxe. Stellt er einen Scheidenpilz fest, kann er diesen wirkungsvoll und für das ungeborene Kind völlig ungefährlich behandeln.

Wichtig: Unbedingt zum Arzt gehen!

Auch wenn ein Scheidenpilz durchaus mit frei verkäuflichen Mitteln aus der Apotheke selbst behandelt werden kann, sollte bei einer Schwangerschaft ein Arzt das Medikament verschreiben. Nur ein erfahrener Gynäkologe weiß genau, welche Therapie in diesem Fall am besten geeignet ist.

Scheidenpilz nach der Geburt bei der Mutter

Ist die Geburt überstanden, geht die Empfindlichkeit gegen die Ausbreitung von Scheidenpilz wieder auf das normale Maß zurück. Das liegt einfach daran, dass sich die Hormone wieder auf das Maß einpegeln, das vor der Schwangerschaft normal war. Ist das Immunsystem stark, könnte es schon gegen den Scheidenpilz ausreichen.

Welche Möglichkeiten zur Behandlung gibt es?

Sie sollten gar nicht erst bis nach der Geburt warten, sondern bereits in der Schwangerschaft einen Arzt aufsuchen, wenn Sie die Symptome einer Pilzinfektion bei sich verspüren. Der Gynäkologe prüft, ob tatsächlich Candida albicans die Ursache ist und verschreibt ein entsprechend geeignetes Antimykotikum. Es wird inzwischen empfohlen, ab der 34. Schwangerschaftswoche generell eine Untersuchung auf Scheidenpilz vorzunehmen. Dann kann direkt noch vor der Geburt mit der entsprechenden Therapie begonnen werden. Eine Behandlung nach der Geburt ist dann in der Regel nicht mehr erforderlich.

Was muss ich während der Stillzeit beachten?

Damit während der Stillzeit der Säugling ungefährdet die Muttermilch genießen kann, muss bei einer Scheidenpilzinfektion vorsichtig gehandelt werden. Wenn Sie in dieser Zeit bei sich die Symptome einer Scheidenpilzinfektion feststellen, sollten Sie auf jeden Fall den Arzt aufsuchen. Dieser überprüft, welcher Pilz die Beschwerden verursacht und verschreibt das passende Antimykotikum.

Wie kann sich der Pilz auf das Kind übertragen?

Kurz vor der Geburt ist eine Behandlung bei Scheidenpilz besonders wichtig. Ist der Geburtskanal von Scheidenpilzen besiedelt, können sich diese direkt auf der Haut des Neugeborenen übertragen. Diese Infektion ist für Babys zwar in den meisten Fällen nicht gefährlich, trotzdem äußerst unangenehm und schmerzhaft. Der Scheidenpilz befällt in der Regel beim Kind die Kopfhaut, aber auch den Mund- und Windelbereich und den gesamten Magen-Darm-Trakt. In jedem Fall muss er entsprechend diagnostiziert und behandelt werden.

Mögliche Gefahren

Ist das Kind ohnehin in seiner Abwehr geschwächt, wie das bei vielen Frühgeborenen der Fall ist, kann es durch die Infektion mit Scheidenpilz zu einer Candida-Sepsis kommen.

So beugen Sie richtig vor

Sobald Sie Symptome einer Infektion durch Scheidenpilze verspüren, sollten Sie Ihren Gynäkologen aufsuchen. Dieser prüft nach, ob tatsächlich ein Pilz die Ursache ist. Falls ja, verschreibt er geeignete Cremes oder Zäpfchen zur Behandlung.

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2021-05-10T07:39:31+00:00