Sie befinden sich hier:|Scheidenpilz mit Blut

Scheidenpilz mit Blut

Wenn bei Scheidenpilz blutiger Ausfluss auftritt, ist das in der Regel mit Schmerzen verbunden und kann zu weiteren Infektionen und schlimmeren Verläufen führen. Doch wie kommt es dazu, dass bei Scheidenpilz Blut austreten kann und was sollte dagegen unternommen werden? Der folgende Ratgeber zeigt es.

Frau im Bett mit Tee in der Hand

Kann man bei Scheidenpilz bluten?

Ja, dass Scheidenpilz mit Blut einhergeht ist nicht ungewöhnlich. Zunächst ist dies auch kein Grund zur Sorge, solange umgehend die richtige Behandlung erfolgt. Zu diesem Zweck sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Ursachen für Blut bei Scheidenpilz

Es können sich verschiedene Ursachen für dafür verantwortlich zeigen, wenn bei Scheidenpilz blutiger Ausfluss auftritt. Beispielsweise kann es sich dabei um die normale Monatsblutung handeln. Ist dies nicht der Fall, können sogenannte Rhagaden der Auslöser sein. Rhagaden sind sehr feine Risse in der Schleimhaut. Im Falle des Scheidenpilzes entstehen sie dadurch, dass die Schleimhaut im Genitalbereich angegriffen wird und sowohl Beläge aufweist als auch weniger elastisch ist.

Durch Reibung sowie Bewegungen reißt die Haut vor allem im Bereich der Vulva dadurch schnell ein. Reibung entsteht beispielsweise bei dem Abwischen mit Toilettenpapier oder durch den Einsatz eines Handtuchs. Daher finden sich oftmals Blutflecken auf dem Toilettenpapier, dem Handtuch oder auch in der Unterwäsche.

Schmierblutungen oder stärkere Blutungen sind hingegen nicht normal bei Scheidenpilz. Sie können jedoch auf ein anderes gesundheitliches Problem hinweisen.

Wie muss ich handeln, wenn ich bei Scheidenpilz blute?

Bei sehr leichten Blutungen reicht es in der Regel aus, die normale Behandlung gegen Scheidenpilz durchzuführen. Die Risse in der Schleimhaut heilen bei einem anderenfalls intakten Immunsystem innerhalb kurzer Zeit wieder ab.

Wichtig ist jedoch, dass die Haut geschmeidig gehalten und nicht zusätzlich belastet wird. Daher sind einige Punkte zu beachten:

  • wenig Reibung:
    Je weniger die Haut gereizt wird, desto besser. Stärkere Reibung sollte ebenso gemieden werden. Es ist daher sinnvoll, den Intimbereich nach dem Waschen lediglich trocken zu tupfen. Auf Geschlechtsverkehr sollte ebenfalls verzichtet werden, bis die Risse abgeheilt sind und die Pilzinfektion behandelt wurde.
  • Hygiene einhalten:
    Die Risse in der Haut stellen ein erhöhtes Risiko für weitere Infektionen dar, da Bakterien oder Viren eindringen können. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung, nach dem Toilettengang von vorne nach hinten zu wischen oder ein Bidet zu nutzen. Textilien mit Hautkontakt sollten nicht mit anderen Personen geteilt werden. Es ist weiterhin sinnvoll, Slipeinlagen zu verwenden und Wegwerf-Waschlappen für die Intimhygiene zu nutzen.
  • Behandlung gewissenhaft durchführen:
    Die Behandlung von Scheidenpilz ist dank moderner Medikamente mittlerweile sehr einfach. Cremes und Vaginaltabletten müssen nur noch für wenige Tage angewendet werden. Die Therapie sollte jedoch wirklich gewissenhaft durchgeführt werden, damit sich der Scheidenpilz nicht weiter ausbreiten kann. Durch die jeweilige Creme wird die Haut zudem geschmeidig gehalten und geschützt, wodurch die Risse schneller abheilen können.
  • Unterwäsche:
    Ein häufiges Wechseln der Unterwäsche ist in jedem Fall empfehlenswert, wenn Scheidenpilz mit Blutung besteht. Slipeinlagen können Blutflecken im Slip vermeiden und sind während der Anwendung von Creme sinnvoll. Auch diese sollten häufig gewechselt werden. Hinzu kommt, dass die Unterwäsche entsprechend gereinigt werden muss. Hygienespüler hilft dabei, die Erreger auch bei niedrigeren Waschtemperaturen beseitigen können.

Welche Risiken bestehen durch Blutungen bei Scheidenpilz?

Bei Scheidenpilz mit Blutung bestehen im Grunde zwei Risiken. Zum einen können sich durch die Risse weitere Keime im Körper ausbreiten und zu einer sogenannten Sekundärinfektion führen. Zum anderen kann auch eine andere Krankheit als Scheidenpilz verkannt werden.

Denn bei Endometriose zeigt sich ebenfalls ein Brennen der Vagina in Kombination mit Blutungen. Daher sollte in jedem Fall eine Abklärung erfolgen – auch wenn die Mittel zur Behandlung von Scheidenpilz rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind.

Wie kann man Scheidenpilz mit Blutung vorbeugen?

  • atmungsaktive Unterwäsche tragen:
    Scheidenpilz und damit auch mögliche Risse werden durch das Tragen von enger Unterwäsche begünstigt, die aus nicht atmungsaktiven Materialien besteht. Den hierdurch werden Wärme und Feuchtigkeit im Genitalbereich gehalten. Besser sind daher atmungsaktive Textilien, die zugleich die Feuchtigkeit gezielt abführen.
  • richtige Hygiene:
    Zu wenig oder zu viel – beides ist abträglich für die Gesundheit und die Vaginalflora. Die Vagina ist ein selbstreinigendes Organ – ebenso wie das Auge. Dadurch reicht es vollkommen aus, mit Wasser zu waschen. Auf Seife und Duschgel sollte verzichtet werden, Intimsprays sind ebenfalls abträglich für die Vaginalflora.
  • Vorbeugung bei Antibiotika-Einnahme:
    Antibiotika sind wichtige und hilfreiche Medikamente bei verschiedenen Erkrankungen. Sie töten jedoch auch für die Gesundheit entscheidende Bakterien ab. Dadurch können sich Krankheitserreger ausbreiten. Als Vorbeugung gegen diesen Effekt können spezielle Präparate mit Milchsäure zum Einsatz kommen, um Scheidenpilz mit Blut zu vermeiden.

Passende Beiträge:

By | 2020-11-18T09:57:52+00:00 06.10.2020|