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Scheidenpilz mit Bläschen – Wissenswertes zu dem Symptom

Scheidenpilz-Bläschen sind ein deutliches Anzeichen für die Pilzinfektion, treten jedoch nicht in jedem Fall während der Erkrankung auf. Das Symptom kann sehr unangenehm sein und sogar zu Blutungen auf den Schleimhäuten des Intimbereichs führen.

Bläschen

Wie äußern sich Scheidenpilz-Bläschen?

Scheidenpilz-Ausschlag beziehungsweise Scheidenpilz-Bläschen sind neben weißlichen bis gelblichen Belägen, verändertem Ausfluss, Juckreiz und Rötungen ein typisches Symptom von Pilzinfektionen im Genitalbereich. Sie fallen beim Toilettengang oder bei der Intimhygiene auf und erscheinen meist wie kleine, weiße oder gerötete Punkte. Der Scheidenpilz-Ausschlag kann ebenfalls Juckreiz auslösen.

Wo treten die Scheidenpilz-Bläschen auf?

In der Regel treten die Scheidenpilz-Bläschen direkt auf den Schleimhäuten der Vulva auf. Sie können also sowohl auf den Innenseiten der großen Schamlippen als auch an den kleinen Schamlippen sichtbar sein. Zeigt sich Ausschlag auch auf der Haut oder im Analbereich, sollte durch einen Abstrich geklärt werden, ob eine Infektion mit anderen Erregern vorliegt. Denn ein Ausschlag kann beispielsweise auch durch Geschlechtskrankheiten oder Reizungen der Haut ausgelöst werden. Aus diesem Grund sind eine medizinische Abklärung und eine anschließende angepasste Behandlung zwingend erforderlich.

Ursache für Ausschlag bei Scheidenpilz: Wo kommen die Bläschen her?

Durch die Infektion mit dem Hefepilz (Candida Albicans) werden die Haut und Schleimhaut angegriffen. Hierdurch kann es zu Schäden kommen und die Haut wird gereizt, entzündet sich und kann sich leicht ablösen. Bei den Bläschen kann es sich daher um punktuelle Ablösungen handeln, die aufgrund der abgestorbenen Hautzellen weißlich wirken.

Gibt es eventuelle Begleiterscheinungen der Bläschen?

Scheidenpilz geht generell mit Juckreiz, Brennen und Schmerzen einher. Vor allem beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr können diese Beschwerden sehr stark werden. Unter anderem aus diesem Grund sollte während einer Infektion und vor Abschluss der Behandlung und Heilung auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Eine weitere Gefahr neben der mechanischen Reizung und damit einer Verschlimmerung des Zustandes ist die Übertragung der Erreger. Denn auch Männer können sich mit dem Candida-Pilz anstecken, was wiederum zu nicht nur zu einer Infektion des Partners, sondern auch zu wiederholten Neuansteckungen führen kann.

Eine weitere mögliche Begleiterscheinung bei den Scheidenpilz-Bläschen, sind Blutungen. Sowohl beim Abwischen oder Abkratzen des Belags – beispielsweise durch Toilettenpapier beim Toilettengang oder während des Duschens mit einem Waschlappen – werden die abgestorbenen Hautzellen entfernt. Da die Haut darunter stark gereizt ist und die oberste Schicht der Schleimhaut fehlt, kann es zu Blutungen und verstärkten Schmerzen kommen. Vor allem potentiell reizende Substanzen und Einflüsse werden dann als sehr schmerzhaft empfunden. Selbst Duschen und der Kontakt zu Wasser sowie das Einsetzen von reinigenden Pflegeprodukten oder das Auftragen der Creme zur Behandlung bereiten Beschwerden.

Wann sollte ich mit Scheidenpilz-Bläschen zum Arzt?

Ein Arzt sollte immer dann aufgesucht werden, wenn die folgenden Bedingungen bestehen:

  • unklare Ursache:
    Ist nicht sicher, ob es sich um Scheidenpilz oder eine andere Infektion handelt, ist eine Untersuchung unumgänglich. Wer erstmalig unter einer Pilzinfektion leidet, sollte die Ursache daher in jedem Fall abklären lassen.
  • starke Beschwerden:
    Bei sehr starken Schmerzen, Rötungen, Schwellungen oder verbreitetem Ausschlag sollte eine Diagnose gestellt werden. Zum einen, um die richtige Behandlung wählen zu können. Zum anderen, um Komplikationen zu vermeiden und die Beschwerden schnell zu lindern.
  • Blutungen:
    Öffnen sich die Bläschen bei Scheidenpilz, sind leichte Blutungen ganz normal. Bei offenen Wunden, blutendem Ausschlag oder stärkeren Blutungen sollte hingegen umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
  • Schwangerschaft:
    Eine Scheidenpilzinfektion in der Schwangerschaft sollte nicht selbst behandelt werden. Ein frühzeitiges Aufsuchen eines Arztes ist daher entscheidend.
  • wiederholtes Auftreten:
    Treten Scheidenpilzinfektionen immer wieder auf, kann sich dafür eine zugrundeliegende Erkrankung verantwortlich zeigen. Darunter beispielsweise Diabetes mellitus. Aber auch hormonelle Schwankungen und die Einnahme von Medikamenten können das Risiko für Pilzinfektionen erhöhen.
  • unwirksame Behandlung:
    Zeigt sich trotz der Behandlung mit Antimykotika innerhalb von drei Tagen keine Besserung, ist eine medizinische Abklärung erforderlich. Denn moderne Mittel wirken sehr schnell und bisher sind keine Resistenzen der Erreger gegen die Wirkstoffe bekannt.

Behandlung: Was kann man gegen die Bläschen bei Scheidenpilz unternehmen?

Kommt es bei Scheidenpilz zu Ausschlag oder Bläschen, ist kein Abweichen von der eigentlichen Behandlung notwendig. Die Salbe beziehungsweise Creme wird ein- bis zweimal täglich auf die äußeren Bereiche der Genitalien aufgebracht. Ein Zäpfchen beziehungsweise eine Vaginaltablette wird abends in die Scheide eingeführt. Sie zersetzt sich durch die Feuchtigkeit der Schleimhäute und gibt dabei den Wirkstoff frei, der über Nacht auf die Pilzsporen einwirkt und diese abtötet.

Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Bereiche mit Bläschen keiner Reibung und anderen Reizen ausgesetzt sind. Wichtig sind daher die folgenden Faktoren:

  • Unterwäsche:
    Weiche, aufnahmefähige und atmungsaktive Stoffe, wie beispielsweise Baumwolle, sind ideal. Zudem sollte Unterwäsche nicht zu klein sein oder die Durchblutung durch enge Säume einschränken.
  • Reinigung:
    Bei der Scheide handelt es sich um ein selbstreinigendes Organ. Das heißt, dass weder Spülungen noch die Anwendung von Seife in der Vagina erfolgen sollte. Dies wäre damit vergleichbar, die Augen mit Duschgel zu reinigen. Der natürliche Schutz wird zerstört und die Schleimhäute werden gereizt sowie anfälliger für Krankheitserreger. Milde und pH-neutrale Reinigungsprodukte ohne Duftstoffe sollten ebenfalls lediglich auf der Haut, nicht aber auf den Schleimhäuten verwendet werden. Ein einfaches Abspülen mit purem, lauwarmem Wasser reicht bei den Schleimhäuten vollkommen aus.
  • Geschlechtsverkehr:
    Während einer Infektion sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Die empfindliche Schleimhaut wird mechanisch gereizt, Bläschen können sich öffnen, Blutungen entstehen und Keime übertragen werden.


  • https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/scheidenpilz/therapie-behandlung/
  • Mårdh, Per-Anders et al. “Usage of antifungal drugs for therapy of genital Candida infections, purchased as over-the-counter products or by prescription: I. Analyses of a unique database.” Infectious diseases in obstetrics and gynecology vol. 12,2 (2004): 91-7. doi:10.1080/10647440400003873
  • InformedHealth.org [Internet]. Cologne, Germany: Institute for Quality and Efficiency in Health Care (IQWiG); 2006-. Vaginal yeast infection (thrush): Overview. 2019 Jun 19. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK543220/

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