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Scheidenpilz in den Wechseljahren

Darum, dass ein Scheidenpilz unbemerkt einhergeht, muss man sich als Frau in den meisten Fällen keine Sorgen machen. Ist die Infektion erst einmal im Gange, wird es oft äußerst unangenehm. Meist beginnt alles mit einem leichten Jucken. Dieses verstärkt sich in der Regel relativ schnell und man hat das Bedürfnis, dieses unerträgliche Gefühl durch Reibung zu stoppen. Unwissend, dass man dadurch alles nur noch verschlimmert. Spätestens, wenn Frau das Gefühl hat, ihre Vagina stünde in Flammen, ist oft ein Arztbesuch unvermeidlich. Doch wie entsteht ein Scheidenpilz?

Frau sitzt auf einem Stein

Vermehrte Hefepilze bringen die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht

Der schuldige Erreger eines Scheidenpilzes ist kein Unbekannter. Auslöser ist für gewöhnlich ein Hefepilz namens Candida albicans. In geringer Anzahl ist er sogar Teil der Scheidenflora. Doch fängt er an, sich unkontrolliert zu vermehren, wird dies zum Problem und die ersten Beschwerden beginnen. Kommt die Scheidenflora erst einmal aus dem Gleichgewicht, kann sich der Scheidenpilz wunderbar entfalten.

Zu den Symptomen gehört ein Juckreiz, der sich schnell verstärkt und ein Brennen in und an der Scheide, der sehr schmerzhaft sein kann. Zudem entwickelt sich langsam ein weißlicher Ausfluss. Auch Rötungen, Schwellungen und ein Brennen beim Wasserlassen sind während der Infektion mit einem Scheidenpilz möglich.

Die Wechseljahre erhöhen das Risiko, sich mit einem Scheidenpilz zu infizieren

Der Grund hierfür liegt auf der Hand. In den Wechseljahren verändert sich der Körper und es ist mit leichten bis mittelschweren Hormonschwankungen zu rechnen. In dieser Umstellungsphase werden die Schleimhäute der Frau dünner. Dies macht sich nicht nur im Mundbereich und in den Augen (Trockenheit) bemerkbar, sondern auch in der Vagina. Die verdünnte Schleimhaut in der Scheide wirkt sich auf die Abwehrkraft aus, da sich Keime und Erreger durch die Wechseljahre leichter festsetzen können. Deshalb haben Frauen in den Wechseljahren häufiger mit Blasenentzündungen und Pilzinfektionen zu kämpfen. Doch muss man sich seinem Schicksal kampflos ergeben? Nein. Es gibt durchaus Maßnahmen, die das Risiko einer Infektion eindämmen können.

So schützen Sie sich in den Wechseljahren vor einem Scheidenpilz

Durch den Rückgang der Schleimhäute wird die Vagina trockener. Diesem Zustand gilt es entgegenzuwirken. Zuerst sollten Sie ihre Intimpflege überdenken. Wie reinigen Sie ihren Intimbereich? Herkömmliche Seifen trocknen nur noch mehr aus. Bei der Intimpflege reicht klares Wasser aus. Sollten Sie dennoch nicht ohne Seife auskommen, dann wechseln Sie zu einer pH-neutralen Seife oder einer Intimwaschlotion mit Milchsäure. Übertriebenes Waschen und Reiben im Intimbereich gilt es zu unterlassen. Sehr hilfreich sind auch Salben, die speziell für die Trockenheit in den Wechseljahren entwickelt wurden. Dies ist übrigens auch bei einer leichten Blasenschwäche sehr zu empfehlen. Besonders im Sommer sollten Sie zudem darauf achten, dass Sie ausreichend trinken. So werden Hefepilze am Scheidenausgang effektiv weggespült. Mit regelmäßigem Trinken unterstützen Sie natürlich auch die Schleimhäute. Zuletzt ist auch noch die Toilettenhygiene beim Stuhlgang zu beachten: Bitte immer von vorne nach hinten wischen, damit Keime immer schön da bleiben, wo sie hingehören.

Richtig informieren und entspannt durch die Wechseljahre kommen

Natürlich sind die Wechseljahre kein Spaziergang, doch bei entsprechender Aufklärung und Vorbeugungsmaßnahmen schaffen Sie es, Pilzinfektionen oder andere Irritationen im Intimbereich zu minimieren. Je früher Sie sich mit der hormonellen Umstellung des weiblichen Körpers befassen, desto besser.

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2021-09-21T11:49:23+00:00