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Scheidenpilz durch Antibiotika – Vorbeugung und Therapie

Die Ansiedlung von Pilzen im feuchten und warmen Milieu der Scheide ist ein normaler Vorgang. Die Pilze verursachen jedoch keinerlei Symptome, da sie von der körpereigenen Abwehr unterdrückt werden. Ist diese körpereigene Abwehr jedoch gestört, kann es zu einer Infektion mit einem Scheidenpilz kommen. Die Vermehrung der Sporen wird nicht mehr unterdrückt und können sich ausbreiten. Die Ursachen für die Schwächung der körpereigenen Abwehr sind sehr unterschiedlich. So kann auch die Einnahme von Antibiotika zu einer Infektion mit Scheidenpilz führen.

Medikamente in der Hosentasche

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Inhaltsverzeichnis:

Medikamente beeinflussen das empfindliche Scheidenmilieu

Mitunter bemerken Sie einen Scheidenpilz, ohne dass Sie in einer Partnerschaft leben. Somit ist eine Ansteckung ausgeschlossen. Wenn Sie auch an Ihrer Intimhygiene nichts verändert oder eine öffentliche Toilette aufgesucht haben, können Sie von der Infektion vollkommen überrascht werden. Dennoch steckt meistens ein Grund dahinter. Stress, die Regelblutung, aber auch die Einnahme der Pille oder Medikamente, wie Antibiotika können dazu führen, dass sich die empfindliche Scheidenflora verändert. Schon kleinste Veränderungen bewirken, dass sich die Pilzsporen rasant vermehren können.

Scheidenflora wird durch Antibiotika verändert

Oftmals ist die Einnahme von Antibiotika erforderlich, wenn es gilt bakterielle Infektionen zu bekämpfen. Die Wirksamkeit ist schnell und hoch, doch meist auch mit Nebenwirkungen verbunden. Zu diesen kann das Auftreten eines Scheidenpilzes gehören.

Antibiotika und der Scheidenpilz

Antibiotika greifen aufgrund ihrer Zusammensetzung in verschiedene Funktionen des Körpers ein. Dies ist einerseits notwendig, um die Infektion zu besiegen. Andererseits treten aber auch Nebenwirkungen auf, und diese betreffen auch die Scheidenflora. Der empfindliche Aufbau wird durch die Einnahme von Antibiotika gestört. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie die Medikamente über einen längeren Zeitraum oder wiederholt einnehmen müssen. Ist die Infektion einmalig und auch nicht so schwer, kann sich die Scheidenflora schnell wieder erholen. Folgt aber eine neue Erkrankung oder muss die Einnahme verlängert werden, ist es möglich, dass die Störungen Auswirkungen zeigen. Diese bemerken Sie, wenn sich ein Scheidenpilz mit seinen eindeutigen Symptomen ankündigt.

Die durch die Einnahme von Antibiotika hervorgerufenen Veränderungen der Scheidenflora führen nicht immer zwangsläufig zu einem Scheidenpilz. Ein Zusammenhang kann aber insbesondere dann bestehen, wenn andere Ursachen ausgeschlossen werden können. Diesen Zusammenhang sollten Sie auf jeden Fall mit einem Arzt besprechen. Eventuell lässt sich auch künftig auf ein anderes Antibiotikum ausweichen, um eine erneute Infektion zu vermeiden.

Nach Absetzen des Antibiotikas kann sich die Scheidenflora wiederaufbauen, wodurch die Symptome verschwinden. Zusätzlich ist trotzdem meist eine Behandlung mit Cremes oder Tabletten erforderlich, um die körpereigene Abwehr zu unterstützen.

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2018-07-31T09:48:15+00:00