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Scheidenpilz Behandlung: So werden Sie die Infektion wieder los

Hefepilz-Infektionen im Intimbereich sind keine Seltenheit: Etwa drei von vier Frauen kennen die lästigen Symptome. Jede fünfte Frau wird sogar von wiederkehrenden Pilzerkrankungen geplagt. Sowohl beim ersten Mal als auch bei wiederholten Infektionen gilt: Eine aktive Scheidenpilz-Behandlung ist unverzichtbar. Denn von allein räumen die Erreger nicht das Feld.

Scheidenpilz Behandlung beim Gynäkologen

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Grundlagen der Scheidenpilz-Behandlung: Das Pilzwachstum stoppen

Die Erreger der Scheidenpilz-Infektion, Hefepilze aus der Gruppe der Candida, fühlen sich an dunklen, warmen und feuchten Orten besonders wohl. Die am häufigsten betroffenen Körperregionen sind daher die Mundhöhle (sogenannter Mundsoor) und der weibliche Genitalbereich. Ähnlich wie bei einer bakteriellen Erkrankung gelingt die Therapie nur dann zuverlässig, wenn die Erreger selbst bekämpft werden. Bei Pilzerkrankungen geht es folglich darum, das Wachstum und damit die Vermehrung der Hefepilze zu stoppen. Die Scheidenpilz-Behandlung erfolgt mit Antipilzmedikamenten, den sogenannten Antimykotika. Je nachdem, um welchen Wirkstoff und welche Dosierung es sich handelt, werden entweder die Pilze direkt abgetötet (fungizide Wirkung) oder es wird in den Wachstumsprozess der Pilzzellen eingegriffen (fungistatische Wirkung). Clotrimazol, ein bewährtes Antimykotikum zur Behandlung von Scheidenpilz, wirkt zum Beispiel, indem es den Aufbau der Zellmembran in den Pilzzellen stört.

Diagnose Scheidenpilz: Behandlung in Eigenregie möglich

Wenn Sie sich aufgrund der Symptome und/oder Ihrer Erfahrung sicher sind, dass Sie an einer Hefepilz-Infektion leiden, können Sie die Scheidenpilz-Behandlung eigenständig durchführen. In der Apotheke und in Online-Shops gibt es einige hochwertige Antimykotika rezeptfrei zu kaufen. Der Wirkstoff Clotrimazol gehört zu den frei verkäuflichen Pilzmedikamenten. Er wird lokal angewendet. Im Rahmen der Canesten® GYN Once Kombi-Therapie kommt er in der Kombination aus einer Vaginaltablette und einer Vaginalcreme zum Einsatz. Auf diese Weise erreicht die Scheidenpilz-Behandlung sowohl die Scheidenschleimhäute im inneren als auch die in der Regel mitinfizierten äußeren Genitalbereiche. Eine deutliche Linderung der Symptome stellt sich meist schon nach wenigen Tagen ein.

Veränderungen der Scheidenflora

Eine dieser begünstigenden Scheidenpilz-Ursachen sind hormonelle Veränderungen, wie sie z. B. während einer Schwangerschaft auftreten. Auch die Anwendung hormoneller Verhütungsmittel wie der Pille kann zu entsprechenden Veränderungen führen. Ein weiterer Risikofaktor sind Behandlungen mit Antibiotika, weil es dabei vorkommen kann, dass auch die pilzhemmenden Bakterien in der Scheide abgetötet werden. Nicht zuletzt kann eine übertriebene Intimhygiene indirekt zur Ursache für Scheidenpilz werden, insbesondere, wenn parfümhaltige Sprays zum Einsatz kommen. Diese Maßnahmen tragen ebenfalls dazu bei, dass das gesunde mikrobiologische Gleichgewicht des Genitalbereichs gestört wird.

Mittels Prophylaxe Scheidenpilz vermeiden

Sie können mit einer umfassenden Prophylaxe einiges dazu beitragen, um den Hefepilzen nicht den perfekten Nährboden zu bieten. Dazu gehört unter anderem die Vermeidung einer übertriebenen Intimhygiene. Verwenden Sie zur Reinigung der äußeren Genitalien pH-neutrale oder leicht saure Syndets, aber keine herkömmlichen Seifen oder Duschgels. Auch bei der Unterwäsche sollten Sie auf Qualität achten und Materialien wie Kunstfasern vermeiden. Diese sorgen für einen Feuchtigkeits- und Wärmestau, was optimale Lebensbedingungen für die Pilze bringt. Eine unmittelbare Maßnahme, um den Scheidenpilz zu vermeiden, ist die Verbesserung des Scheidenmilieus. Dies können Sie durch rezeptfreie Präparate mit Milchsäurebakterien (Döderleinbakterien) erreichen.

Auch die Monatshygiene muss angepasst werden

Wenn Sie Scheidenpilz haben, sollten Sie feuchtes Klima im Intimbereich vermeiden. Das verbessert eine rasche Heilung immens. Darum gilt es, während Ihrer Periode atmungsaktive Binden zu verwenden. Hoher Kunststoffanteil in den Produkten löst vermehrtes Schwitzen aus, wodurch ein feuchtes Klima im Bereich der Vagina entsteht. Darin löst sich der Säureschutzmantel der Haut auf und die Bakterien können sich ausbreiten. Auch die Tampongröße muss der Blutungsstärke angepasst werden, denn bei Anwendung bei nur leichter Blutung wird dem Scheidenmilieu die Feuchtigkeit entzogen. Auf diese Weise kann rasch eine Infektion entstehen.

Wann sollte besser ein Arzt den Scheidenpilz behandeln?

Grundsätzlich lässt sich Scheidenpilz in Eigenregie gut behandeln. Aber es gibt einige Situationen, in denen Sie besser Rücksprache mit einem Gynäkologen halten sollten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie

  • sehr jung sind (unter 18 Jahre alt),
  • sich nicht sicher sind, ob Sie an Scheidenpilz erkrankt sind,
  • schwanger sind,
  • trotz Behandlung mit geeigneten Medikamenten nach wenigen Tagen keine deutliche Besserung verspüren

Scheidenpilz-Behandlung: Finger weg von Hausmitteln!

Wenn sich betroffene Frauen auf die Suche nach Mitteln für die Scheidenpilz-Behandlung begeben, stoßen sie dabei meist auch auf Tipps für sogenannte Hausmittel. Die Spanne reicht dabei von Tampons, die in Joghurt oder Teebaumöl getunkt werden, bis hin zu Sitzbädern mit Essig oder Kräutern. Doch Vorsicht! Die geringen Kosten und der Wunsch nach maximaler Diskretion mögen diese vermeintlichen Wundermittel attraktiv erscheinen lassen. Aber die medizinische Wirksamkeit ist nicht nachgewiesen. Ganz im Gegenteil: Es besteht die Gefahr, dass Sie die Infektion verschleppen und sich die Symptome noch verschlimmern. Deshalb sollten Sie für die Scheidenpilz-Behandlung von Anfang an auf bewährte Medikamente setzen.

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2018-11-21T08:59:32+00:00