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Scheidenpilz am After – der lästige Darmpilz ist behandelbar

Pilzinfektionen werden durch mikroskopisch kleine Pilze verursacht. Sie treten bei Frauen häufig im Bereich der Scheide auf, können sich aber bis zum After hin ausbreiten. Schuppige Haut, Juckreiz und Brennen sowie eitrige Läsionen deuten auf die Infektion hin, die meist eine Behandlung erfordert.

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Kann man Scheidenpilz am After haben?

Scheidenpilz ist eine durch den Hefepilz Candida Albicans ausgelöste Pilzinfektion. Dehnt sich diese Genitalmykose auf den Anus, spricht man von einer Anusmykose. Der Scheidenpilz befällt damit nicht nur die Scheide, sondern auch den After. Diese Anusmykosen treten eher gelegentlich auf, können aber auch chronisch werden, häufig bei immungeschwächten oder älteren Menschen.

Erklärung: Was ist der Darmpilz?

Pilzinfektionen des Anus, ob vorübergehend oder chronisch, sind gutartige Erkrankungen, keine medizinischen Notfälle. Aber so gutartig sie auch sind, die Symptome können die Tage und Nächte derjenigen, die unter ihnen leiden, ernsthaft stören. Diese Anusmykose wird meist durch Hefepilze vom Typ Candida verursacht. Diese Art der Hautpilze ist auch für den Scheidenpilz verantwortlich. Die Pilze sind von Natur aus im Körper vorhanden, insbesondere im Verdauungstrakt. Aufgrund verschiedener Faktoren (Einnahme von Antibiotika, Diabetes, Schwangerschaft, Immunschwäche, falsche Intimhygiene etc.) können sich die Pilze jedoch exponentiell vermehren und schädlich werden. Wenn diese Pilze im Anus auftreten, zählen ständiger und unkontrollierbarer Juckreiz (genannt analer Pruritus), Brennen, Nässen und Läsionen, Folgen des Kratzens, sowie Rötungen zu den Symptomen.

Obwohl Pilzinfektionen durch die Einnahme von Antibiotika ausgelöst werden können, treten sie meist bei Übersäuerung (zu süßes und saures Essen) und nach einem Eisenmangel auf. Die Diagnose einer Analmykose wird durch eine körperliche Untersuchung des Anus gestellt. Im Allgemeinen ist keine zusätzliche Untersuchung erforderlich und die Testbehandlung (d. h. die Verschreibung einer adäquaten Behandlung ohne diagnostische Gewissheit) führt zu einer Verringerung der klinischen Zeichen, wodurch die Diagnose bestätigt werden kann. In seltenen Fällen kann eine Probe von möglichen Läsionen zur Kultur und Identifizierung des betreffenden Mikroorganismus entnommen werden.

Symptome: Wie äußert sich Scheidenpilz am After?

Die Symptome eines Scheidenpilzes sind eindeutig:

  • Ständiger Juckreiz an der Vulva und am Scheideneingang;
  • Dicker, cremig-weißer Ausfluss;
  • Vaginales Brennen beim Wasserlassen;
  • Zunehmende Schmerzen beim Geschlechtsverkehr;
  • die Vulva ist hellrot und geschwollen.

Einige der Symptome finden sich auch am After. Auch dieser juckt, kann geschwollen sein, es zeigen sich Schuppungen, Brennen beim Stuhlgang und Verfärbungen der Haut.

Das Hauptsymptom eines Pilzes ist vulvaler Juckreiz und kann mit dermatologischen Erkrankungen wie Psoriasis oder Ekzemen verwechselt werden. Erst wenn der Juckreiz von einem reichlichen, geruchlosen und dicken Ausfluss begleitet wird, kann es sich um eine Mykose handeln. Treten verdickter vaginaler Ausfluss und Juckreiz am After aus, kann dies auf eine Ausbreitung des Scheidenpilzes hinweisen.

Behandlungsmöglichkeiten: Was tun, wenn der After juckt?

Es gibt zwei verschiedene Behandlungen für vaginale Hefepilzinfektionen, die auch den Anus betreffen. Eine systemische Behandlung erfolgt mit einem antimykotischen Medikament (Kapseln oder Tabletten), das über den Mund eingenommen wird. Das Antimykotikum gelangt über die Blutbahn zu den Schleimhäuten und zerstört dort die Pilze. Diese Behandlung ist verschreibungspflichtig und erfordert daher eine Absprache mit Ihrem Arzt. Der Arzt kann auch einen Vaginalabstrich (eine Art großer steriler Wattestäbchen) nehmen, der im Labor analysiert wird, um festzustellen, um welchen Mikroorganismus es sich handelt, und um die wirksamste Behandlung zu bestimmen. Möglich ist ebenso eine lokale Behandlung. Die Behandlung von Vaginalmykosen erfolgt in der Regel durch das Einlegen von Vaginalkapseln, hauptsächlich in der Nacht, auch während der Menstruation. Es gibt inzwischen Einzeldosis- (ein Vaginal-Ovulum) oder Kurzzeitbehandlungen (3 Tage lang jede Nacht ein Vaginal-Ovulum einführen), die sehr wirksam sind. Hinzu kommt die Anwendung einer Creme bzw. Salbe, die auch auf den After aufgetragen werden kann.

Bis zum Anus reichender Scheidenpilz kann als Folge unzureichender oder übertriebener Intimhygiene auftreten. Daher sollten einfache Regeln beachtet werden, um ein erneutes Auftreten zu verhindern:

  • Sie sollten sich mit einer pH-neutralen, unparfümierten Seife waschen, um Reizungen und Störungen des Gleichgewichts der Intimflora zu vermeiden. Auf alkoholhaltige Intimtücher oder parfümierte Tücher sollte daher verzichtet werden.
  • Es ist wichtig, gut mit klarem Wasser nachzuspülen und vor allem den Anus gründlich abzutrocknen.
  • Vermeiden Sie das Tragen von synthetischer Unterwäsche, da diese die Schweißbildung und damit die Durchfeuchtung der Haut fördert. Entscheiden Sie sich für Baumwollunterwäsche.
  • Vermeiden Sie es, nach dem Stuhlgang den Anus zu reiben. Er sollte sanft abgetupft werden. Wählen Sie ein sehr weiches Toilettenpapier, das weder gefärbt noch parfümiert ist.

 

Fazit

Bei all diesen Ratschlägen sollte eine wesentliche Vorsichtsmaßnahme beachtet werden: Auch wenn der Anus stark juckt, muss dem Drang zum Kratzen unbedingt widerstanden werden, da sonst Läsionen entstehen können, die wiederum Juckreiz auslösen. Die Pilzerkrankungen verschwinden meist nicht von allein. Daher sollte idealerweise eine zielführende Behandlung mit medizinisch erprobten Mitteln (z. B. Canesten) durchgeführt werden.

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2021-04-14T06:18:26+00:00