Sie befinden sich hier:|Rezeptfreie Mittel aus der Apotheke

Rezeptfreie Mittel gegen Scheidenpilz aus der Apotheke

Brennen, Juckreiz, Rötungen – wenn diese Symptome im Genitalbereich auftreten, wissen viele Frauen oft schon, was die Ursache ist: Scheidenpilz. Wie sich dieser mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke behandeln lässt und was bei der Vorbeugung beachtet werden muss, erfahren Sie hier.

Tablettefilme und rezeptfreie Mittel gestapelt

Was ist Scheidenpilz?

Bei Scheidenpilz handelt es sich um eine Pilzinfektion im Genitalbereich. Hierbei werden die Schleimhäute durch Pilzsporen – meist durch Candida albicans – befallen. Diese infizieren das Gewebe und können verschiedene Symptome hervorrufen.

Darunter beispielsweise:

  • Ausfluss
  • Beläge
  • Brennen
  • Juckreiz
  • Rhagaden
  • Rötungen

Was sind die Ursachen für Scheidenpilz?

Die Ursachen für Vaginalpilz sind vielfältiger Natur. Mögliche Auslöser und Risikofaktoren sind:

  • Ansteckung durch ungeschützten Geschlechtsverkehr
  • Einnahme von Antibiotika
  • enge Unterwäsche
  • falsche Hygiene
  • hohe Feuchtigkeit
  • Unterwäsche, die nicht atmungsaktiv ist

Die Erreger für Scheidenpilz finden sich nahezu überall: Ob sie aber eine Infektion auslösen können, liegt aber daran, ob der Körper beziehungsweise Immunabwehr anfällig und geschwächt ist. Daraus ergeben sich teilweise auch mögliche Vorbeugungsmaßnahmen gegen Scheidenpilz.

Welche Mittel helfen bei Scheidenpilz?

In der Apotheke erhältliche Mittel zur Behandlung von Scheidenpilz sollten Clotrimazol oder Miconazol sein. Diese haben sich in ihrer Wirkung bewährt, sind ansonsten jedoch unschädlich und können somit freiverkäuflich in der Apotheke erworben werden.

Sie wirken gegen die Erreger innerhalb kurzer Zeit und gestalten sich in der Anwendung daher sehr einfach. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Präparaten und Anwendungsformen. Wichtig ist daher zum einen, die Angaben des Herstellers zu befolgen. Zum anderen sollte darauf geachtet werden, dass mögliche Risikofaktoren vermieden beziehungsweise abgestellt werden.

Vaginaltabletten als rezeptfreies Mittel: So werden sie angewendet

Rezeptfreie Mittel gegen Scheidenpilz bestehen in der Regel aus einer Creme oder Salbe und aus Vaginaltabletten.

Die Tabletten werden mit einer Einführhilfe in die Scheide eingeführt. Dabei sollte eine Haltung eingenommen werden, in der das Röhrchen und damit auch die Tablette möglichst tief eingeführt werden kann. Besonders gut funktioniert dies beispielsweise in der Hocke oder liegend mit angezogenen Beinen.

Da sich die Tablette auflöst und durch Sekrete der Schleimhäute nach und nach verflüssigt, ist der ideale Anwendungszeitpunkt kurz vor dem Schlafengehen. Hierdurch bleibt der Wirkstoff möglichst lange in Kontakt zu der Schleimhaut und wird nicht innerhalb kurzer Zeit als Ausfluss ausgeschieden. Zum Schutz der Unterwäsche ist es sinnvoll, eine Einlage zu verwenden, die den Ausfluss aufnimmt und leicht entsorgt werden kann.

Creme als rezeptfreies Mittel bei Vaginalpilz einsetzen

Häufig bestehen Präparate aus Creme und Tabletten. Während die Tabletten “innerlich” beziehungsweise in tieferen Bereichen der Schleimhäute wirken, kann die Creme auf die äußerlichen Areale aufgetragen werden.

Dabei handelt es sich sowohl um die kleinen und großen Schamlippen als auch um die Haut im Genitalbereich. Hierdurch werden sowohl die Schleimhaut als auch die Haut gepflegt. Gleichzeitig wird das Risiko verringert, dass es zu weiteren Rissen (Rhagaden) kommt. Symptome, wie Juckreiz, Brennen und sonstige Beschwerden, können auf diese Weise schnell gelindert werden.

Ein weiterer Vorteil der Creme ist neben der einfachen Anwendung auch, dass durch das Abdecken der Haut mit dem Wirkstoff Clotrimazol oder Miconazol die Ausbreitung der Erreger von Scheidenpilz effektiv verhindert wird. Aufgrund der schnellen Wirksamkeit reicht es in Regel aus, die Mittel für drei Tage anzuwenden. In schwereren Fällen kann es jedoch auch notwendig werden, die frei erhältlichen Mittel aus der Apotheke länger anzuwenden.

Wann muss ich mit Scheidenpilz zum Arzt?

Führt der Scheidenpilz dazu, dass die Schleimhaut einreißt und sich sogenannte Rhagaden bilden, können diese wiederum bluten, stark schmerzen und ein brennendes Gefühl beim Toilettenganz auslösen.

Auch Juckreiz und Ausfluss sind keine Seltenheit bei Vaginalpilz. Obwohl sich diese Symptome gut behandeln lassen, sollten in einigen Fällen ein Arzt aufgesucht werden. Bei diesen handelt es sich um:

  • Mittel schlagen nicht an:
    Wenn die Mittel aus der Apotheke nach drei bis sieben Tagen nicht die gewünschte Wirkung zeigen und weiterhin Symptome bestehen, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.
  • extreme Beschwerden:
    Bei starken Beschwerden, wie Blutungen, Schmerzen oder langanhaltendem Juckreiz sollte zwingend medizinischer Rat eingeholt werden. Denn für diese Symptome kann sich durchaus nicht nur ein Pilz verantwortlich zeigen.
  • Schwangerschaft:
    Treten die genannten Symptome während der Schwangerschaft auf, sollte auf rezeptfreie Mittel aus der Apotheke verzichtet werden. Stattdessen ist sofort ein Arzt aufzusuchen, der die Ursache abklären und das passende Vorgehen planen kann.
  • unklare Ursache:
    Wenn nicht sicher ist, ob es sich um Scheidenpilz handelt, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Denn bakterielle oder virale Infektionen können sehr ähnliche Symptome verursachen. Daher kann es bei unsicherem Auslöser sinnvoll sein, zunächst einen Abstrich vorzunehmen.

Passende Beiträge:

2020-04-20T11:30:39+00:00