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Männer und Scheidenpilz (Pilzinfektion beim Mann) 2022-03-24T13:02:25+00:00

Die Scheidenpilz-Infektion ist bei Frauen eine recht häufige Erkrankung. Weniger bekannt ist, dass sich auch der Mann mit einem Scheidenpilz anstecken kann. Bezeichnungen hierfür sind Begriffe wie Genitalpilz oder Penispilz. In der Regel erfolgt die Ansteckung während des Verkehrs mit der Frau. Grundsätzlich sind auch andere Varianten der Ansteckung, etwa durch eine verschmutzte Toilette, möglich. Insgesamt erkranken Männer wesentlich seltener an Genitalpilz als Frauen.

Wenn der Mann infiziert ist, muss eine Behandlung erfolgen. Der Penispilz verschwindet nicht wieder von allein. Der Pilz kann sich ausbreiten und die gesamte Intimregion des Mannes befallen. Darüber hinaus ist eine gegenseitige Ansteckung von Mann und Frau während der sexuellen Kontakte wahrscheinlich.

Ist Scheidenpilz auch durch den Mann übertragbar?

Der Hefepilz Candida albicans ist nicht nur für Frauen gefährlich. Auch Männer können sich mit Candida albicans infizieren und die Pilzerkrankung auf die Partnerin oder den Partner übertragen. Es ist daher trotz aller Seltenheit nicht ausgeschlossen, dass ein Mann der Überträger von Scheidenpilz ist. Bei Pilzinfektionen von Männern spricht man eher von einem Genital- oder Penispilz. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass es sich um dieselbe hochansteckende Hefepilzart wie bei Frauen handelt. Beim Geschlechtsverkehr, aber auch durch die gemeinsame Nutzung von Handtüchern und Toilettensitzen mit infizierten Personen besteht ein hohes Übertragungsrisiko. Ist der männliche Part Ihrer Beziehung der Überträger, denken Sie daher nicht direkt an einen Seitensprung. Candida albicans ist ein Pilz, der nicht nur beim Geschlechtsverkehr, sondern auch mittels einer Schmierinfektion von Frauen auf Männer und umgekehrt übertragen wird.

Symptome: Wie äußert sich Scheidenpilz beim Mann?

Beim Mann äußert sich die Pilzinfektion ähnlich wie bei der Frau und wird in den meisten Fällen durch Hefepilze ausgelöst. Folgende Symptome sind typisch für einen Genitalpilz:

  • Der Penis beginnt zu jucken und zu brennen
  • Der Penis ist stark gerötet
  • Rötung und Anschwellen der Vorhaut bis hin zur Blässchenbildung
  • Es können sich außerdem weiße oder gräuliche Sekrete bilden

Wird der Mann nicht behandelt, kann der Pilz sich ausbreiten und den gesamten Penis, die Region um den Hoden und um den After befallen. Der Penispilz lässt sich mit Salben sehr gut behandeln. Eine Untersuchung mit einem Abstrich ist erforderlich, um herauszufinden, um welche Art Pilz es sich handelt. Dann kann der Arzt eine Salbe verschreiben, die speziell auf den spurenbildenden Pilz abgestimmt ist und ein Fortschreiten der Entzündung wirksam hemmt.

Genitalpilz – die Folgen für den Männer

Wie die Symptome unterscheiden sich auch die Folgen einer Hefepilzinfektion im Genitalbereich nicht wirklich von weiblichen Betroffenen. Allerdings kann die Heilungsphase bei nicht beschnittenen Männern länger dauern. Der Grund hierfür beruht auf dem feuchtwarmen Milieu unter der Vorhaut. Liegt eine Vorhautverengung vor, ist die Behandlung besonders schwierig. Unbehandelt gehen Männer das Risiko einer Harnröhren- und Hodeninfektion ein. Fernab der Tatsache, dass der unangenehm juckende und brennende Penispilz die Lebensqualität einschränkt, kann er bei Nichtbehandlung zu chronischen Entzündungen führen. Kommt es soweit, kann es in Folge dessen zu Unfruchtbarkeit kommen. Scheiden- beziehungsweise Penispilz ist im Frühstadium gut behandelbar. Gerade Männer warten mit dem Behandlungsbeginn sehr lange, da die Scham einen Arztbesuch oder den Kauf einer antimykotischen Salbe in der Apotheke verhindert.

Canesten bzw. Clotrimazol gegen Scheidenpilz beim Mann? Möglichkeiten der Therapie

Die Behandlung mit einer antimykotischen Salbe funktioniert auch bei Männern. Clotrimazol ist ein pilzabtötender Wirkstoff, der binnen weniger Tage für ein deutliches Abklingen der Symptome sorgt. Die Auftragung sollte zwei- bis dreimal täglich erfolgen und so lange fortgeführt werden, bis die Symptome vollständig abgeklungen sind. Wichtig ist, dass die Behandlung von Scheidenpilz und Penispilz nicht zu früh abgebrochen wird. Ein frühzeitiger Behandlungsabbruch führt zu einer explosionsartigen Vermehrung von Candida albicans und zieht einen dementsprechend stärkeren Rückschlag nach sich. Im Behandlungszeitraum sollten Handtücher täglich gewechselt und keinesfalls gemeinsam benutzt werden. Auf Geschlechtsverkehr, auf Saunabesuche oder Solarium- und Schwimmbadbesuche sollten Sie ebenfalls verzichten. Die erfolgreiche Behandlung beim Mann geht mit der Notwendigkeit einher, für einen trockenen Intimbereich zu sorgen. Salbenreste die nicht in die Haut einziehen, werden vorsichtig mit einem trockenen Tuch abgetupft.

Gemeinsame Behandlung: Warum bei Scheidenpilz der Mann mitbehandelt werden sollte

Sehr wichtig ist es, dass bei einer Pilzinfektion im Genitalbereich beide Partner die Behandlung durchführen. Andernfalls kommt es immer wieder zu einer gegenseitigen Ansteckung und es nicht möglich, den Pilz endgültig zu bekämpfen. Während der akuten Phase, wenn die Haut juckt und schmerzt, sollten Sie auf sexuelle Aktivitäten verzichten. Zum einen werden diese häufig von der Frau, oftmals aber auch von beiden Partnern als unangenehm empfunden. Zum anderen können die Pilzsporen durch die akute Entzündung tiefer in die Haut eindringen. In diesem Fall könnte sich die Erkrankung verschlimmern. Ist die Oberfläche der Haut abgeheilt, sind sexuelle Aktivitäten wieder möglich.

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