Sie befinden sich hier:|Scheidenpilz mit Kokosöl behandeln

Auch wenn ein Scheidenpilz recht ungefährlich ist, lästig ist er allemal. Während manche Frauen nur einmal im Leben vom Scheidenpilz betroffen werden, leiden andere immer wieder an dieser Infektion, die sogar chronisch werden kann. Hier erfahren Sie, ob Kokosöl als natürliches Mittel gegen Scheidenpilz eingesetzt werden kann.

Kokosöl gegen Scheidenpilz

Verursacht der Scheidenpilz schmerzhafte Fissuren oder Risse im Bereich der Vagina oder der Schamlippen, ist Kokosöl ein natürliches Heilmittel, welches lindernd wirken kann. Es unterstützt die Heilung und sorgt dafür, dass Risse schneller abheilen können. Sie sollten dafür kalt gepresstes Kokosöl in Bio-Qualität verwenden. Sie erkennen diese Qualität an der Bezeichnung “extra native”. In diesem extra nativen Kokosöl steckt jede Menge Laurinsäure, eine gesättigte Fettsäure. Diese verfügt über eine antibakterielle Wirkung und kann die Zellmembran von Pilzen, Bakterien und Viren gleichermaßen schädigen. Gleichzeitig pflegt das Kokosöl die gereizte und entzündete Haut im Intimbereich. Kokosöl lässt sich nicht nur bei einer Infektion verwenden, sondern bereits vorbeugend.

Auf die richtige Hygiene kommt es an

Wenn Sie unter einer Infektion mit Scheidenpilz leiden, sollten Sie nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei Ihrer Wäsche auf die entsprechende Hygiene achten. Schließlich kann Candida albicans auch über Handtücher und Unterhosen übertragen werden, besonders dann, wenn diese aus synthetischen Stoffen bestehen und nur bei 40 Grad Celsius in der Waschmaschine gewaschen werden können. Sämtliche Wäsche, die mit dem Scheidenpilz in Berührung kommt, sollte bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Erst dann sind die Pilzsporen restlos abgetötet. Das gilt für sämtliche Textilien, die mit der infizierten Scheide Kontakt haben: Waschlappen, Handtücher und Unterhosen. Denken Sie daran, dass Sie nach dem Eincremen der Scheide mit Kokosöl auch Ihre Hände waschen sollten. Wenn Sie ganz sicher sein wollen, dass Sie mit den Handtüchern keinen Scheidenpilz übertragen, können Sie zum Abtrocknen Ihrer Geschlechtsteile auch ein Blatt von der Küchenrolle benutzen und dieses anschließend entsorgen. Falls Sie die doch recht peniblen Hygieneempfehlungen nicht einhalten, kann es passieren, dass Sie sich immer wieder aufs Neue mit dem Scheidenpilz infizieren.

Vorbeugen und Luft an die Scheide lassen

Wer einer neuen Infektion mit Scheidenpilz vorbeugen möchte, sollte nach Möglichkeit auf synthetische Unterhosen und enge Jeanshosen verzichten. Diese sorgen andernfalls für ein wohlig feuchtes und warmes Mikroklima, besonders dann, wenn eine parfümierte Slipeinlage mit einem luftdichten Schutz für die Wäsche zusätzlich benutzt wird. Dagegen sorgt Unterwäsche aus Baumwolle für ausreichend Luft, besonders dann, wenn darüber ein Rock oder eine weitere Hose getragen wird. Übrigens enthalten konventionelle Binden und Tampons eine ganze Reihe an Chemikalien. Diese sollen für eine möglichst große Saugfähigkeit sorgen. Auch die Pestizide, mit denen die verwendete Baumwolle behandelt wurde, können die Schleimhaut empfindlich reizen. Entscheiden Sie sich für Binden und Tampons in Bio-Qualität, können Sie sicher sein, dass diese frei von schädlichen Stoffen und Pestiziden sind. Verzichten Sie während der Infektion mit Scheidenpilz auch auf die Verwendung von Tampons. Diese nehmen nicht nur das Blut, sondern auch viel Feuchtigkeit aus der Schleimhaut auf. Damit kann sich das Milieu in der Scheide so verändern, dass die Infektion gewissermaßen gefördert wird.

Quellen:

https://www.kokosoel.com/verwendung/gesundheit-und-wohlbefinden/kokosoel-candida/

Beitragsbild: DanaTentis / Pixabay

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2019-08-06T11:30:59+00:00