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Wenn es im weiblichen Intimbereich juckt und brennt, könnte Scheidenpilz die Ursache sein. Die gut behandelbare Störung der Scheidenflora ist mit Tabus belegt und vielen Frauen peinlich. Anti-Pilz-Medikamente sind schnell wirksam und gut verträglich. Wer den Gang zum Arzt scheut und auch in der Apotheke nicht nach Vaginalcremes oder Zäpfen fragen möchte, sucht nach Alternativen zur Schulmedizin, fragt Freunde, informiert sich im Internet und nutzt homöopathische Mittel.

Homöopathie bei Scheidenpilz wirksam?

Globuli gegen Scheidenpilz?

Homöopathie ist eine alternative Behandlungsmethode, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet und die eigentliche Krankheit nur als Symptom sieht. Der Grundgedanke ist durchaus nachvollziehbar. Viele Erkrankungen werden durch Stress ausgelöst, der sich negativ auf die körpereigenen Abwehrkräfte auswirkt. Auch bei Scheidenpilz sollen oder können die Symptome psychosomatisch sein. Hört ein homöopathisch praktizierender Mediziner dem Patienten zu, fühlt dieser sich verstanden. Stress wird minimiert, das Immunsystem gestärkt und Beschwerden können sich bessern. Zur Unterstützung werden Globuli oder homöopathische Tropfen gereicht.

Homöopathen empfehlen, abhängig von den Symtomen, folgende homöopathische Mittel:

  • Calcium carbonicum
  • Sepia
  • Graphites
  • Belladonna
  • Borax
  • Lilium tigrinum
  • Kreosotum
  • Pulsatilla
  • Nitricum acidum

Die Wirksamkeit der homöopathsichen Mittel bei Scheidenpilz, beispielwweise durch Studien, ist medizinisch nicht nachgewiesen.

Es spricht nichts dagegen, Scheidenpilz zusätzlich mit Globuli zu “behandeln” – es schadet zumindest nicht, sofern gleichzeitig echte Medikamente verwendet werden.

Medikamente aus der Apotheke helfen tatsächlich

Ist die Hemmschwelle überwunden, bereitet Scheidenpilz keine Probleme. Die Behandlungsschritte mit Cremes oder Zäpfchen sind einfach und können von jeder Frau gut nachvollziehbar zu Hause selbst vorgenommen werden. Unbehandelt kann Scheidenpilz zu Komplikationen führen. Lassen Sie sich bei Unklarheiten bitte unbedingt von Ihrem Gynäkologen untersuchen. Vor allem Schwangere sollten eine Pilzinfektion nicht auf die leichte Schulter nehmen, um die Entwicklung des ungeborenen Lebens nicht zu gefährden. Sollten die Symptome trotz bewährter Medikamente nicht abklingen, kann nur eine medizinische Untersuchung die eigentliche Ursache für die Infektion abklären. Auch der Sexualpartner sollte mitbehandelt werden, um einen Jojo-Effekt zu verhindern. Verlassen Sie sich bei der Behandlung von Scheidenpilz bitte nicht auf selbsternannte Wunderheiler oder allein auf die Homöopathie.

Hausmittel statt Globuli

Es gibt eine Menge Tipps und Tricks, um die Scheidenflora günstig zu beeinflussen. Hierzu gehören Tamponaden mit Naturjoghurt oder selbstgemachte Lotionen aus Kokosöl. Knoblauch innerlich angewandt kann dem Scheidenpilz ebenfalls zu Leibe rücken. Allgemein helfen vitaminreiche Nahrung und eine gesunde Lebensführung, bei einer Erkrankung die Heilung zu beschleunigen. Der Verzicht auf Waschlotionen und Seife im Intimbereich soll ebenfalls einer Infektion mit Scheidenpilz vorbeugen. Übermäßige Hygiene und falsche Handgriffe beim Toilettengang schädigen nämlich die Scheidenflora, die auslösende Keime auf natürlichem Weg bekämpft.

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2019-04-25T09:19:43+00:00