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Wenn es im weiblichen Intimbereich juckt und brennt, könnte Scheidenpilz die Ursache sein. Die gut behandelbare Störung der Scheidenflora ist mit Tabus belegt und vielen Frauen peinlich. Anti-Pilz-Medikamente sind schnell wirksam und gut verträglich. Wer den Gang zum Arzt scheut und auch in der Apotheke nicht nach Vaginalcremes oder Zäpfen fragen möchte, sucht nach Alternativen zur Schulmedizin, fragt Freunde, informiert sich im Internet und nutzt homöopathische Mittel.

Homöopathie bei Scheidenpilz wirksam?

Erklärung: Was ist Homöopathie?

Die homöopathische Heilkunde ist eine Form der Alternativmedizin, die auch als pseudowissenschaftliche Behandlungsmethode bezeichnet wird. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Worten homoion (ähnlich) und pathos (Leiden) zusammen. Homöopathische Mittel sind Substanzen, die bis auf ein Minimum verdünnt (fachsprachlich potenziert) werden. Ohne die Potenzierung würden Globuli und Co. genau die Erkrankungen hervorrufen, die sie in ihrer starken Verdünnung bekämpfen sollen. Wie alle alternativen Methoden gibt es auch in Bezug auf homöopathische Behandlungen Befürworter und Kritiker. Eine alleinige Behandlung mit potenzierten Substanzen ist in den seltensten Fällen zu empfehlen. Als Begleitbehandlung oder zur Prävention können Tropfen, Globuli oder Tabletten vom Homöopathen eingesetzt werden.

Globuli gegen Scheidenpilz?

Homöopathie ist eine alternative Behandlungsmethode, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet und die eigentliche Krankheit nur als Symptom sieht. Der Grundgedanke ist durchaus nachvollziehbar. Viele Erkrankungen werden durch Stress ausgelöst, der sich negativ auf die körpereigenen Abwehrkräfte auswirkt. Auch bei Scheidenpilz sollen oder können die Symptome psychosomatisch sein. Hört ein homöopathisch praktizierender Mediziner dem Patienten zu, fühlt dieser sich verstanden. Stress wird minimiert, das Immunsystem gestärkt und Beschwerden können sich bessern. Zur Unterstützung werden Globuli oder homöopathische Tropfen gereicht.

Homöopathen empfehlen, abhängig von den Symptomen, folgende homöopathische Mittel:

  • Calcium carbonicum
  • Sepia
  • Graphites
  • Belladonna
  • Borax
  • Lilium tigrinum
  • Kreosotum
  • Pulsatilla
  • Nitricum acidum

Homöopathie für eine gesunde Scheidenflora? – Scheidenpilz vorbeugen

Leiden Sie unter einem juckenden und brennenden Scheidenpilz, sollte die Behandlung keinesfalls auf homöopathischem Weg erfolgen. In diesem Zusammenhang sollten Sie wissen, dass die Verabreichung eines falschen Präparats zu einer Verschlimmerung des Problems führen und einen chronischen Verlauf begünstigen kann.

Es gibt einige Substanzen in der Homöopathie, die für die Scheidenflora gut sein und Candida albicans vorbeugen sollen. Da es für eine Wirkung keinen wissenschaftlichen Nachweis gibt, kann keine spezielle Substanz aus der Homöopathie für die Scheidenflora empfohlen werden. Sehen Sie von einem Selbstversuch ab und suchen Sie am besten einen homöopathisch erfahrenen Gynäkologen auf, der Sie zu Mitteln für den präventiven Einsatz berät.

Homöopathische Mittel gegen Scheidenpilz in der Schwangerschaft

Eine homöopathische Behandlung der Vaginalmykose ist in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Bedenken Sie, dass es sich bei Scheidenpilz um eine ansteckende Erkrankung handelt. Unbehandelt kann aus einer Pilzinfektion eine Superinfektion entstehen, die für schwangere Frauen und das ungeborene Leben gefährlich ist. Um Ihr Kind bei der Geburt vor einer Pilzinfektion oder einer bakteriellen Infektion zu schützen, sollten Sie eine schulmedizinische Behandlung in Anspruch nehmen. Antimykotische Präparate werden lokal angewendet, da die Behandlung mit Tabletten ein zusätzliches Schwangerschaftsrisiko darstellt. Wenn Sie begleitend mit homöopathischen Mitteln behandeln, spricht nichts dagegen. Doch keinesfalls sollten Sie die konventionelle Therapie aussetzen und sich allein auf die Aktivierung Ihrer körpereigenen Selbstheilungskräfte verlassen.

Medikamente aus der Apotheke helfen tatsächlich

Ist die Hemmschwelle überwunden, bereitet Scheidenpilz keine Probleme. Die Behandlungsschritte mit Cremes oder Zäpfchen sind einfach und können von jeder Frau gut nachvollziehbar zu Hause selbst vorgenommen werden. Unbehandelt kann Scheidenpilz zu Komplikationen führen. Lassen Sie sich bei Unklarheiten bitte unbedingt von Ihrem Gynäkologen untersuchen. Vor allem Schwangere sollten eine Pilzinfektion nicht auf die leichte Schulter nehmen, um die Entwicklung des ungeborenen Lebens nicht zu gefährden. Sollten die Symptome trotz bewährter Medikamente nicht abklingen, kann nur eine medizinische Untersuchung die eigentliche Ursache für die Infektion abklären. Auch der Sexualpartner sollte mit behandelt werden, um einen Jojo-Effekt zu verhindern. Verlassen Sie sich bei der Behandlung von Scheidenpilz bitte nicht auf selbsternannte Wunderheiler oder allein auf die Homöopathie.

Fazit: Wie gut hilft Homöopathie gegen Scheidenpilz und warum sollte man besser auf echte Medikamente zurückgreifen?

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege, dass homöopathische Heilmittel gegen Scheidenpilz helfen. Auch wenn das ganzheitliche Behandlungskonzept viele Anhänger gefunden hat, sollten Sie eine Pilzinfektion immer mit pharmazeutischen Präparaten behandeln. Canesten GYN ist ein Medikament, das sich in der Therapie von Candida albicans bewährt hat. Da eine antimykotische Therapie immer von der Pilzart abhängt, erfolgt eine sichere Behandlung grundsätzlich erst nach der Diagnose. Bei Falschbehandlung ist ein chronischer Verlauf möglich. Dieses Risiko können Sie nur ausschließen, wenn Sie Scheidenpilz mit schulmedizinischen Präparaten behandeln.

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By | 2022-03-15T09:38:56+00:00 25.04.2019|