Gardnerella Vaginalis 2018-07-24T10:07:43+00:00

Gardnerella Vaginalis

Gardenerella Vaginalis

Quelle: Wikipedia

Gardnerellen zählen zu den sogenannten fakultativ anaeroben Bakterien. Das bedeutet, dass sie sowohl unter Sauerstoffzufuhr (aerob) als auch unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob) überleben können. Diese Eigenschaft macht Gardnerella vaginalis zu einem kleinen Überlebenskünstler. Übrigens gehören viele potenziell krankmachende Erreger zur Gruppe der fakultativ anaerob lebenden Bakterien.

Gardnerella-Keime sind selbst für Bakterien ziemlich klein: Ihr Durchmesser beträgt nur zwischen 1,0 und 1,5 µm (zum Vergleich: Das größte bekannte Bakterium mit dem Namen Thiomargarita namibiensis hat einen Durchmesser von 300 bis 700 µm und ist daher sogar mit bloßem Auge zu erkennen). Es handelt sich bei Gardnerella vaginalis um ein stäbchenförmiges Bakterium, das sich nicht von selbst fortbewegen kann.

Wer hat Gardnerella Vaginalis entdeckt?

Die Gardnerella-Bakterien, auch Gardnerellen genannt, wurden Mitte der 1950er Jahre entdeckt und nach dem US-amerikanischen Mikrobiologen Hermann L. Gardner (1912-1982) benannt. In der Familie der Gardnerellen ist Gardnerella vaginalis der einzige bekannte Stamm.
Gardner hatte zusammen mit dem Gynäkologen und Bakteriologen C.D. Dukes im Texas Medical Center eine Vielzahl von Frauen untersucht, um den Ursachen von Scheideninfektionen auf die Spur zu kommen. Indem es ihnen gelang, aus dem Scheidensekret infizierter Frauen diese Bakterien zu isolieren, nachzuzüchten und damit die Infektion auf (freiwillig teilnehmende) gesunde Frauen zu übertragen, wurde Gardnerella vaginalis als Krankheitserreger identifiziert.

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