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Warum juckt meine Scheide? 2018-11-21T08:57:08+00:00

Juckreiz zeigt eine verstärkte Aktivität des Immunsystems an. Bei Infektionen der Scheide reagiert die körpereigene Keimabwehr auf eindringende Krankheitserreger. Mastzellen, die zu den weißen Blutkörperchen gehören, setzen das Gewebshormon Histamin frei. Als Folge schwillt die Scheidenschleimhaut an und es entwickelt sich eine Entzündung mit Rötung und Juckreiz. Die meisten Erkrankungen, die mit einer Fehlbesiedlung der vaginalen Mikroflora einhergehen, verursachen Scheidenjucken. Charakteristisches Merkmal ist die ungewöhnlich starke Ausbreitung von Mikroorganismen, die entweder in der Scheide gar nicht heimisch sind oder nur gelegentlich und in geringer Zahl im vaginalen Biotop vorkommen. In der Regel handelt es sich dabei um Infektionen, die nicht im engeren Sinne zu den Geschlechtskrankheiten gehören. Scheidenpilz (Vulvovaginalkandidose) und bakterielle Vaginose zählen zu den häufigsten Intimerkrankungen und kommen auch bei Frauen vor, die sexuell (noch) nicht aktiv sind. Ansteckungsquelle ist in diesen Fällen die Nähe zum Analbereich: Potenziell krankmachende Bakterien und Pilze gelangen durch eine Schmierinfektion aus dem Darm-Bereich in die Vaginalflora.

Scheidenjuckreiz bei sexuell übertragbaren Infektionserkrankungen

Als Leitsymptom sexuell übertragbarer Erkrankungen tritt Scheidenjucken auf, wenn

  • eine Infektion mit Parasiten aus der Gruppe der Trichomonaden stattgefunden hat,
  • Bakterien, beispielsweise aus der Familie der Gonokokken, in das vaginale Milieu eingedrungen sind,
  • Herpes- oder humane Papillomviren beim Geschlechtsverkehr in die Scheide gelangt sind.

Scheidenjuckreiz ist mit deutlichen Einschränkungen des Wohlbefindens verbunden und besonders quälend, wenn er sich beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr verstärkt.

Scheidenjucken durch eine Pilzerkrankung

Scheidenjucken gehört zu den charakteristischen Symptomen einer Pilzerkrankung. Verursacher ist in den meisten Fällen der mikroskopisch kleine Keim Candida albicans. Der Erreger aus der Familie der Hefen verantwortet neben Juckreiz und Brennen eine Schwellung und Rötung des äußeren Intimbereichs. Darüber hinaus gehört ein verstärkter Ausfluss zu den Beschwerden einer Scheidenpilzerkrankung. Der Fluor hat eine weiße Farbe, ist meist zähflüssig bis quarkartig krümelig und geruchlos. Außerhalb der Schwangerschaft und wenn keine chronischen Vorerkrankungen bestehen, lässt sich eine Vulvovaginalkandidose problemlos in Eigenregie behandeln. Zur Bekämpfung des Pilzerregers steht mit dem Arzneistoff Clotrimazol ein bewährtes Antimykotikum rezeptfrei in der Apotheke zur Verfügung. Im Rahmen der Canesten® GYN Once Kombi-Therapie kommt das Antipilzmittel in der Darreichungsform als Vaginaltablette und als Creme zur Anwendung. Das Medikament stoppt die Ausbreitung des Pilzes verlässlich und lindert so rasch Beschwerden wie Scheidenjuckreiz und Rötung.

Scheidenjucken bei einer bakteriellen Vaginose

Als bekannteste Verursacher der bakteriellen Vaginose gelten Erreger der Bakterienfamilie Gardnerella vaginalis. Zu den weiteren uneingeladenen Gästen im Scheidenmilieu gehören

  • anaerobe Bakterien, die vorwiegend unter Ausschluss von Sauerstoff leben,
  • vielgestaltige Bakterien ohne Zellwand, die zur Gruppe der Mykoplasmen gehören.

Die Keime schließen sich typischerweise zu einem engen Verbund zusammen, der fest auf den Zellen der Scheidenschleimhaut haftet. Neben einem vermehrten, weißlich-grauen und intensiv fischartig riechenden Ausfluss gehören gelegentlich Scheidenjucken und Brennen zu den Beschwerden der bakteriellen Vaginose. Das Canesbalance® Vaginalgel wirkt auf der Basis von Milchsäure und lindert die unangenehmen Beschwerden. Zusätzlich hilft die örtliche Anwendung der Canesflor® Vaginalkapseln mit Lactobacillus plantarum P17630 wiederholten Krankheitsepisoden vorzubeugen.

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