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Chronischer Scheidenpilz – Ursachen und Therapie

Der chronische Scheidenpilz ist eine Erkrankung, die durch Pilzsporen ausgelöst wird. Sie erkennen ihn an einem unangenehmes Jucken und dem dickflüssigen, körnigen Ausfluss aus der Scheide. Die Haut ist gerötet, geschwollen und zeigt somit deutliche Entzündungszeichen. Wird der Pilz nicht rechtzeitig behandelt, kann er chronisch werden. Dies bedeutet, dass sich die Pilze dauerhaft in der Scheide ansiedeln und immer wieder zu unangenehmen Beschwerden führen. Vorbeugung ist möglich, diese sollte jedoch möglichst schnell nach dem Eintreten der Erkrankung eingeleitet werden. Auf diese Weise können Sie eventuell verhindern, dass der Scheidenpilz chronisch wird.

Frau und Schal

© Anemone123 / Pixabay

Inhaltsverzeichnis:

Ursachen für den chronischen Scheidenpilz

Neben der Zerstörung des gesunden Scheidenmilieus durch eine übertriebene Intimhygiene gibt es weitere Ursachen für die Entwicklung eines chronischen Scheidenpilzes. So kann der Pilz unter anderem beim Geschlechtsverkehr durch den direkten Kontakt der Schleimhäute übertragen werden. Eine Ansteckung durch Sex ist jedoch sehr selten. Aber auch schmutzige Toiletten, die sich häufig in öffentlichen Bereichen befinden, können eine Ansteckung begünstigen. Achten Sie auch bei anderen Hautpilzen darauf, dass Sie diese nicht in die Scheide übertragen. Die Sporen setzen sich schnell in dem für sie optimalen Scheidenmilieu fest und breiten sich dort ganz rasant aus. Häufiges Händewaschen ist deshalb bei einer Pilzerkrankung sehr wichtig.

Therapie der Pilzerkrankung

Der Scheidenpilz kann durch verschiedene Therapiemaßnahmen behandelt werden, die stets wiederholt werden müssen, wenn es sich um die chronische Variante handelt. Zur Anwendung kommen spezielle Salben, die auf den äußeren Bereich der Scheide auftragen werden. Mithilfe eines Applikators ist es möglich, auch das Innere der Scheide zu behandeln. Alternativ verschreibt der Arzt Tabletten, die ebenfalls in die Scheide eingeführt werden können. Dort bilden sie eine Art Schaum, der die Pilze bekämpft. Die Behandlung ist langwierig und sollte über mehrere Wochen hinweg durchgeführt werden. Dies ist besonders wichtig, wenn die Beschwerden verschwunden sind. Viel Frauen brechen die Therapie dann ab. Dies ist ein Fehler, da der Pilz sich immer noch unter der Haut befindet. Er kann jederzeit wieder ausbrechen. Halten Sie deshalb die vorgeschriebene Behandlungsdauer unbedingt ein. Viele chronische Varianten des Scheidenpilzes sind nur deshalb so schwer behandelbar, weil die Therapie zu schnell abgebrochen wurde.

Neuerkrankung sofort behandeln

Wenn Sie die typischen Symptome eines Scheidenpilzes erneut feststellen, ist es wichtig, dass Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Die wirksamen Medikamente gegen den Scheidenpilz bekommen Sie nur auf Rezept. Sie müssen außerdem auf die Art des Pilzes abgestimmt sein. Dazu wird der Arzt einen Abstrich machen. Beginnen Sie möglichst ohne Wartezeit mit der Behandlung und halten Sie die Intervalle ein. Wenn Sie in einer Partnerschaft leben, ist es wichtig, dass der Partner mitverhandelt wird. Andernfalls können Sie sich bei jeder sexuellen Aktivität wieder anstecken und so das Wiederauftreten des Pilzes begünstigen.

Wissenswertes zum Scheidenmilieu

Das Milieu in der Scheide ist warm und feucht. Sie bietet einen idealen Nährboden für Pilze und Bakterien. Die richtige Hygiene kann dem vorbeugen. Wenn Sie es jedoch mit dem Waschen übertreiben und dabei Kosmetika verwenden, die sehr gut riechen oder mit scharfen Inhaltsstoffen gespickt sind, kann es sein, dass Sie das gesunde Milieu der Scheide zerstören. Da die Scheide eine direkte Öffnung des Körpers nach außen darstellt, hat der Körper bereits vorgesorgt. Er kann Bakterien und auch Pilze von allein abwehren, allerdings nur dann, wenn er gesund ist. Durch eine sehr häufige Verwendung von Pflegeprodukten, aber auch durch Erkrankungen oder eine Infektion kann sich das Milieu der Scheide verändern. Die körpereigene Abwehr funktioniert dann nicht mehr so gut, und Krankheitserreger können sich einnisten. Dies können Sie auf verschiedene Weise verhindern. Reinigen Sie Ihren Intimbereich ausschließlich mit klarem Wasser und verwenden Sie bei Bedarf eine sehr milde, möglichst biologische und geruchlose Seife. Verzichten Sie auf spezielle kosmetische Produkte für die Intimreinigung, denn diese sind häufig viel zu scharf. Sie zerstören die natürliche Flora der Scheide, sodass Bakterien und auch Pilze relativ ungehindert eintreten können. Wenn der Scheidenpilz nicht bekämpft werden kann und eine chronische Entwicklung nimmt, kann dies für die betroffene Frau zu einem großen und langwierigen Problem werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie auf eine optimale Intimhygiene achten und sich auch sonst vor einer Ansteckung durch die Pilze schützen.

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2018-07-31T06:55:48+00:00