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Bakterieller Vaginose vorbeugen – Das sollten Sie wissen

Eine bei Frauen im gebärfähigen Alter sehr häufig vorkommende Erkrankung im Vaginalbereich ist die bakterielle Vaginose. Insgesamt wird bei nahezu zwei Dritteln der Frauen, die über einen vermehrten Scheidenausfluss klagen, der zudem einen unangenehmen, fischigen Geruch aufweist, eine bakterielle Vaginose diagnostiziert.

Bakterielle Vaginose vorbeugen

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Die Vorbeugung einer bakteriellen Vaginose

Möchten Sie einer bakteriellen Vaginose vorbeugen, können sie auf verschiedene, recht unkomplizierte Maßnahmen zurückgreifen. Hilfreich ist es zudem, wenn Sie einige einfache Verhaltensregeln befolgen. Diese lassen sich ebenfalls recht einfach in den Alltag integrieren. Von Relevanz ist diesbezüglich vor allem eine richtige Intimhygiene. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie Ihre Scheidenflora im Gleichgewicht halten, einer bakteriellen Vaginose vorbeugen und gesund bleiben.

Die richtige Intimpflege: 7 Tipps, um bakterielle Vaginose vorzubeugen

Der richtigen Intimpflege kommt vor Vorbeugung von bakterieller Vaginose eine besondere Bedeutung zu. Ziel Ihrer Bemühungen sollte der Erhalt des mikrobiologischen Gleichgewichts in Ihrer Scheide sein. Wichtig ist es diesbezüglich, dass in der Vagina ein saurer pH-Wert herrscht. Hierfür sind Laktobazillen, welche auch als Milchsäurebakterien bezeichnet werden, verantwortlich. Drängen Sie die Laktobazillen-Kultur zum Beispiel durch die Verwendung von desinfektionsmittel- oder parfumhaltigen Waschlotionen oder Seifen zurück, kann es zur vermehrten Ansiedlung schädlicher Bakterien kommen und eine bakterielle Vaginose ausgelöst werden. Um dies zu verhindern sollten Sie die folgenden Tipps beherzigen:

Bakterielle Vaginose: Was ist das eigentlich

Um eine bakterielle Vaginose handelt es sich dann, wenn die Vaginalflora in ein krankhaftes Ungleichgewicht geraten ist. Verursacht wird eine bakterielle Vaginose durch eine vermehrte Bakterienbesiedlung der Scheide, in der Regel durch die Bakterienart “Gardnerella vaginalis“. Normalerweise kommen diese Bakterien in der Vaginalregion nicht vor. Siedeln sie sich dennoch um die Scheide herum an, verschiebt sich das Gleichgewicht der Vaginalflora zu Ungunsten der Laktobazillen, d.h. der Milchsäurebakterien. Diese sind wiederum dafür verantwortlich, den für die Scheidenregion charakteristischen sauren pH-Wert aufrechtzuerhalten, der vor krankheitsauslösenden Keimen und damit vor Infektionskrankheiten im Vaginalbereich schützt.

Mediziner bezeichnen die bakterielle Vaginose unter Rekurs auf die Gardnerella-Bakterien auch als “Gardnerellen-Infektion” oder aber mit den lateinischen bzw. griechischen Fachtermini “Haemophilus-vaginalis-Infektion” oder “Aminkolpitis”. Obschon die Gardnerella-Bakterien die häufigsten Verursacher einer bakteriellen Vaginose sind, kann die Erkrankung auch von Bacteroides-Bakterien, Mykoplasmen oder Chlamydien verursacht werden.

Die Ursachen der Gardnerellen-Infektion

Durch die Besiedlung der Scheidenregion mit Gardnerella-Bakterien wird, wie bereits erläutert ein Ungleichgewicht der Vaginalflora hergestellt, welches sich daraus ergibt, dass schützende Milchsäurebakterien verdrängt werden. Der normalerweise zwischen einem Wert von 3,8 und 4,4 liegende primär saure pH-Wert in der Vagina steigt auf einen Wert von 5,0 oder mehr an, d.h., er verschiebt sich in den basischen Bereich. Dieser bietet wiederum ideale Bedingungen für differente Keime: Neben Mykoplasmen und Chlamydien ist ein basisches Milieu auch für Streptokokken sowohl zur Einwanderung als auch zur Vermehrung hervorragend geeignet. Infolge kommt es zum Ausbruch oder der Ausbreitung der bakteriellen Vaginose.

Achtung:

Sind Sie unsicher, ob Sie an einer bakteriellen Vaginose leiden, konsultieren Sie im Zweifelsfall vor einer Behandlung einen Arzt. Dies gilt auch dann, wenn Sie Schwanger sind und befürchten, an einer bakteriellen Vaginose zu leiden. Ist dies der Fall, sollten sie umgehend einen Termin mit Ihrem Frauenarzt vereinbaren, denn die Erkrankung kann in der Schwangerschaft zu Komplikationen führen: Neben dem Risiko vorzeitiger Wehen oder einer Frühgeburt steigt auch die Gefahr einer Fehlgeburt. Des Weiteren kann durch eine bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft eine Beckenbodenentzündung verursacht werden. Aus all diesen Gründen ist der Gang zum Frauenarzt unerlässlich. Dieser verordnet Ihnen im Fall der Fälle eine rasch wirkende Therapie.

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2018-08-07T09:55:55+00:00