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Bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft

Die Ansteckung mit bakterieller Vaginose in der Schwangerschaft ist kein Grund zur Panik, jedoch muss die Erkrankung konsequent und rasch behandelt werden. Hierzu bedarf es in jedem Fall einen Besuch beim Gynäkologen. Etwa jede fünfte Schwangere leidet aufgrund des stetig schwankenden Hormonspiegels unter einer beeinträchtigten Scheidenflora. Schädliche Keime können sich so rascher vermehren. Hier erfahren Sie alles rund um das Thema „Bakterielle Vaginose“ in der Schwangerschaft.

Bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft

Nicht auf mangelnde Hygiene zurückzuführen

Die Erkrankung mit einer bakteriellen Vaginose ist bei werdenden Müttern keine Seltenheit und ist zudem auch nicht auf mangelnde Hygiene zurückzuführen.

Was ist eine bakterielle Vaginose?

Sie brauchen nicht verunsichert sein, wenn Ihnen bisher die Erkrankung „Bakterielle Vaginose“ noch nie zu Ohren gekommen ist, denn vielen Frauen geht es genauso. Tatsache ist allerdings, dass die Erkrankung ziemlich weit verbreitet ist. Besteht eine Infektion der Scheide, welche durch Bakterien ausgelöst wurde, handelt es sich in der Regel um eine bakterielle Vaginose. Betroffene müssen in jedem Fall ihren Gynäkologen aufsuchen. Bei dieser Erkrankung wendet er oftmals ein Antibiotikum an.

Die Ursache einer bakteriellen Vaginose

Eine bakterielle Vaginose ist im Gegensatz zu beispielsweise einem Scheidenpilz, nicht so bekannt. Dabei sind etwa 20 Prozent aller Frauen in ihrem Leben mindestens einmal davon betroffen. Ein häufiger Verursacher von einer bakteriellen Vaginose sind die Bakterien „Gardnerella vaginalis“. Diese Bakterien sind bei vielen Frauen in ihrem Genitalbereich vorkommend, jedoch nur meist nur in kleinsten Mengen. Übertragen werden die Bakterien mittels Kontakt- und Schmierinfektionen vom After in die Scheide, beispielsweise während des Geschlechtsverkehrs.

Schon bei Verdacht zum Arzt

Eine bakterielle Vaginose kann, im Gegensatz zu einem Scheidenpilz, eine ernste Gefahr für Ihr Ungeborenes sein. Ein weiterer kaum verbreiteter Fakt ist die Tatsache, dass in etwa 70 Prozent aller Fälle von Fehlgeburten, bakterielle Vaginose der Grund für den frühzeitigen Abort ist. Nicht selten kommt es vor, dass die Keime in die Gebärmutter aufsteigen und so für frühzeitige Wehen sorgen. Des Weiteren kann durch die Vermehrung der Keime eine Entzündung der Geburtswege entstehen, welche dann dafür verantwortlich sind, dass sich der Muttermund öffnet.

Daher ist es Schwangeren unbedingt anzuraten, bereits bei der kleinsten Vermutung an einer bakteriellen Vaginose zu leiden, unmittelbar ihren Gynäkologen aufzusuchen. Werdende Mütter sollten jede Veränderung ihres Genitalbereiches genau im Blick behalten. Ein nasses Gefühl, gesteigerter Ausfluss und ein anderer Geruch, können ein Indiz für bakterielle Vaginose sein und muss direkt abgeklärt werden.

In der Regel wird der Arzt bei einer diagnostizierten akuten bakteriellen Vaginose ein Antibiotikum anwenden. Antibiotika (Metronidazol) ist der Standard zur Behandlung einer Bakteriellen Vaginose. Wie bei jedem Antibiotikum kann der Wirkstoff teilweise Nebenwirkungen verursachen. Eine sanfte Alternative sind Milchsäure-haltige Gele (z. B. Canesbalance® Vaginalgel), die das Scheidenmilieu wieder stabilisieren. Aber insbesondere für Schwangere heißt es, zum Wohle ihres ungeborenen Kindes, lieber einmal mehr als einmal zu wenig zum Arzt.

Anzeichen einer bakteriellen Vaginose

Gerade während einer Schwangerschaft kommt es beinahe täglich zu körperlichen Veränderungen und es mitunter für die Frau nicht immer ganz leicht, jede Veränderung richtig zu deuten. So ist auch bei einer bakteriellen Vaginose nicht gleich bei den ersten Anzeichen darauf zu schließen, dass es sich hierbei tatsächlich um eine (ernsthafte) Erkrankung handelt. Zu den hauptsächlichen Symptomen gehören unter anderem ein gesteigerter, weißlicher und dünnflüssiger Ausfluss, sowie ein eher unangenehm riechender Geruch im Intimbereich.

Wenn Sie ein Kind erwarten und diese Veränderungen bei sich festgestellt haben, dann sollten Sie direkt an Ihren Gynäkologen wenden. Auch bei Frauen in der Schwangerschaft kann diese Infektion der Scheide entsprechend behandelt werden. Ihr Gynäkologe wird je nach Ihrem Schwangerschaftsstadium, eine effektive Therapie veranlassen.

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2018-07-24T09:49:12+00:00