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Bakterielle Vaginose: Behandlung der Fehlbesiedlung in der Scheidenflora

In der gesunden Scheidenflora herrscht ein mikrobiologisches Gleichgewicht. Die Stoffwechselaktivität der zahlenmäßig überlegenen Milchsäurebakterien (Laktobazillen) regt die Abwehrfähigkeit des Körpers an und regelt das Kräfteverhältnis zwischen unterschiedlichen Keimfamilien. Die dominante Rolle der Laktobazillen sorgt einerseits für Stabilität. Andererseits macht die Abhängigkeit von einem funktionierenden bakteriellen Stoffwechsel das Milieu angreifbar: Zwingen widrige Umstände die Milchsäurebakterien zum Rückzug, verliert das Verteidigungssystem der Scheide seine Schlagkraft und unliebsame Eindringlinge besetzen den Lebensraum. Als Folge entwickelt sich eine Fehlbesiedlung, die der Intimgesundheit spürbar zusetzen kann.

Salbe zur Behandlung bakterieller Vaginose

© Alexandr Bognat / Fotolia

Die häufigste Störung der vaginalen Mikroflora ist die bakterielle Vaginose. Die Behandlung der Störung verfolgt zwei Ziele:

  • Bekämpfung der im Scheidenmilieu unerwünschten Keimfamilien
  • Wiederaufbau der Besiedlung mit wertvollen Laktobazillen.

Die Therapie muss verlässlich auf das mikrobiologische Gleichgewicht einwirken. Es kann deshalb nicht genügen, auf Hausmittel zurückzugreifen. Präparate aus dem Küchenschrank verzögern im besten Fall die Heilung. Unter Umständen fügen Zusatzstoffe – beispielsweise in lokal angewendetem Joghurt oder Tee – der angegriffenen Scheidenflora sogar weiteren Schaden zu. Bei Verdacht auf bakterielle Vaginose sollten deshalb stets verlässliche Präparate aus der Apotheke zum Einsatz kommen.

Symptome erkennen, bakterielle Vaginose behandeln

Milchsäurebakterien beschützen die Scheide in zweifacher Hinsicht gegen eindringende Krankheitserreger:

  • Ihre Stoffwechselaktivität erzeugt ein saures Milieu, dessen niedriger pH-Wert unerwünschte Keime bekämpft.
  • Einige Lactobacillus-Stämme sind in der Lage, Wasserstoffperoxid zu produzieren. Der Stoff wirkt desinfizierend gegenüber potenziell krankmachenden Keimen.

Der bakteriellen Vaginose geht ein Niedergang der Milchsäurebakterien in der Scheide voraus. Dadurch kommt es zu einem steigenden pH-Wert und entsprechend zu einer Abwehrschwächung gegenüber schädlichen Mikroorganismen. Der abnehmende Säuregrad des Scheidenmilieus ist ein Merkmal, das die bakterielle Vaginose deutlich von Scheidenpilz unterscheidet. Beide Erkrankungen verursachen darüber hinaus einen vermehrten Ausfluss von jeweils spezifischer Beschaffenheit: Ein zähflüssiger bis quarkartig-krümeliger Fluor ohne Geruch und mit einer gelblich-weißen Farbe deutet auf Scheidenpilz hin. Im Gegensatz dazu fällt das vermehrte, weißlich-graue Vaginalsekret bei bakterieller Vaginose durch eine dünnflüssige Konsistenz und einen unangenehm fischartigen Geruch auf.

Beschwerden der bakteriellen Vaginose lindern

Eine bakterielle Vaginose nimmt gewöhnlich keinen bedrohlichen Verlauf, sie kann allerdings die Lebensqualität deutlich einschränken. Der vermehrte, unangenehm riechende Ausfluss sowie Juckreiz und Brennen insbesondere beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr sind Krankheitszeichen, die den Alltag belasten und die es zu lindern gilt. Außerhalb der Schwangerschaft und bei eindeutigen Symptomen kann das Canesbalance® Vaginalgel die Symptome der bakteriellen Fehlbesiedlung bekämpfen. Auf der Basis von Milchsäure zeigt es meist schnell Wirkung und

  • fördert den Ausgleich des pH-Werts
  • lindert den Ausfluss und verringert unangenehme Gerüche
  • hilft den geschwächten Laktobazillen, ihren angestammten Platz in der Vaginalflora wieder einzunehmen.

Der Unterschied zur Behandlung mit dem als Hausmittel beliebten joghurtgetränkten Tampon ist wesentlich: Die Milchsäure im Vaginalgel ist medizinisch an das Scheidenmilieu angepasst. Joghurt ist demgegenüber ein Nahrungsmittel, das möglicherweise dem Darm guttut, in der Scheide aber fehl am Platze ist.

Bakterieller Vaginose vorbeugen

Der gezielte Wiederaufbau der Scheidenflora ist eine wichtige vorbeugende Maßnahme gegen bakterielle Vaginose. Die örtliche Behandlung mit dem Lactobacillus plantarum P17630 in den Canesflor® Vaginalkapseln bringt milieutypische Milchsäurebakterien in die Scheide ein und stärkt die angegriffene Mikroflora.

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2018-07-24T09:53:18+00:00